Das geerntete Zuckerrohr liegt in großen Bündeln bereit zum Transport in die Fabrik

Bei Regenwetter ins Museum

24. November 2010

Überraschende Ausstellungen locken auf Madeira

Ob Spielzeug oder Fotografie, Zuckerhandel oder Madeira-Wein. Nicht ganz alltäglich sind die Gegenstände, denen manche Museen Madeiras gewidmet sind. Und wenn der Regentag nicht gerade auf einen Montag fällt, den freien Tag der meisten Museen, dann gilt: Madeira lässt keinen im Regen stehen.

Bei Regenwetter ins Museum1

Kolumbus-Museum in Porto Santo, graues Steinhaus mit rot eingefassten Bogenfenstern

Kolumbus ein Portugiese?

10. November 2010

Die große Seefahrernation hat einen heimlichen Traum

Zurückhaltend sind Portugiesen, wahrlich keine Volltöner oder Prahlhänse. Patrioten sind sie fast alle, und stolz erst recht, dass sie mal wer waren – in der Vergangenheit, als nämlich lusitanische Kapitäne die Küsten Westafrikas und Südostasiens befehligten. Inzwischen hocken die Portugiesen im Keller der europäischen Union. Düster ist angesichts des tiefen Falls die Stimmung im Land. Verständlich, dass eine lädierte Volksseele die vergangenen im doppelten Sinn goldenen Zeiten verklärt. Es gibt sogar Publikationen, die in nationaler Begeisterung noch eins drauf setzen. Kolumbus war einer von uns!

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Gebäuder des Centro de Saúde und der Notaufnahme in Ribeira Brava

Oh Weh!

12. Mai 2010

Krank in der Fremde

Als das Taxi mit den neuen Gästen vorfuhr, wartete schon ein Vierbeiner vor dem Eingang des kleinen Hotels. „Meine Katze!“ rief die zehnjährige Lisa überschwänglich. Wenig später waren die beiden Freunde. Doch nach genau einer Woche kam die Kleine morgens nicht mehr raus zum Spielen. 39Komma5 maß das Fieberthermometer. Lisas Kopf glühte. Dem Mädchen war kalt, obwohl sie schwitzte. Ihre Katze verzog sich in eine Ecke und maunzte.

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Der Titel des neuen Merian-Heftes über Madeira zeigt gelbgekleidete  Mädchen beim Blumenfest

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11. April 2010

Das Merian-Heft Madeira

Die Fotos sind das Beste am Heft. Noch besser ist, selbst hinzureisen.

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Levada

Zwei Levadas gesperrt

8. November 2009

Wanderwege in Ribeiro Frio und Arco da Calheta betroffen

Einzigartig sind die Wanderwege entlang der Levadas auf Madeira. Die Bewässerungskanäle haben in der Regel so wenig Gefälle, dass man nicht spürt, ob man in Fliessrichtung läuft oder dagegen – natürlich kann man es im Wasser sehen. Stundenlang und fast ohne zu ermüden folgt man dem Wasserlauf und durchquert die schönsten Landschaften. Ein Levadaweg ist schmal, manchmal nur ein Mäuerchen, und er ist vor allem ein Wirtschaftsweg: Der Levada-Wärter, der Levadeiro, nutzt diesen Weg, um den Wasserkanal instand zu halten. Ein kleinerer oder größerer Erdrutsch kann den Kanal verstopfen, die Mauer kann brechen und durchlässig werden, ein Strauch kann ins Wasser stürzen oder auch nur hineinwachsen – der Levadeiro hat stets genug zu tun. Gelegentlich muss eine Levada auch komplett erneuert werden. Dann wird sie für Wanderer gesperrt, damit die Wanderer nicht gefährdet sind und die Arbeiten in Ruhe ausgeführt werden können. Dies ist im Moment an zwei Stellen auf der Insel der Fall: an der Levada da Portela im Nordosten und an der Levada Nova im Südwesten. An beiden Levadas gibt es Ausweichmöglichkeiten für die Wanderer.

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