Eingang des asiatischen Supermarktes
Chinesischer Supermarkt - weiterhin geöffnet. Die Filiale der Deutschen Bank nebenan wurde geschlossen.

Druckansicht

Deutsche Bank adé

20. Juli 2019

Kein maßgeschneiderter Abgang

eins - Wer im Netz „Deutsche Bank Funchal“ eingibt, sieht im Suchergebnis einen Kasten auf der rechten Seite des Bildschirms, darin ein Foto des Bankgebäudes und im Text darunter ein dicker roter Balken mit der Bemerkung „Dauerhaft geschlossen“. Weg sind sie.

Seit Mitte Juni, so berichtete die portugiesische Presse, wurden von der spanischen Bank „A Banca“ der Bereich der Privatkunden übernommen. Dabei ging es nach Angaben der Spanier um ein Volumen von 6,5 Millionen Euro. Auch an der früheren Filiale der Deutschen Bank an der Avenida do Infante in Funchal prangt nun ein Schild von A Banca.

Deutsche Tageszeitungen berichten am 10. Juli 2019 über einen Skandal. Am drastischsten die Überschrift der Bild-Online: „Während Entlassungswelle liessen Chefs den Nobel-Schneider kommen“. Das bezieht sich auf die Niederlassung der Deutschen Bank in London. Wie die Angestellten das Gebäude der Deutschen Bank in Funchal verlassen haben, entzieht sich unserer Kenntnis. Sicher nicht im maßgeschneiderten Zwirn. Ob sie tags darauf sämtlich als Angestellte der A Banca zurückkehren durften und zu welchen Konditionen, konnte die Madeira-Zeitung ebenfalls nicht in Erfahrung bringen.

PS. Im Artikel über den chinesischen Supermarkt neben der Deutschen Bank Funchal stellten wir im Januar die Frage, wer wohl länger aushält. Die Chinesen haben das Rennen gemacht. Die Tochter steht in Trainingshose an der Ladenkasse, und auch Vater und Bruder laufen nicht im Nobelanzug herum. Um zu überleben, muß man was können. Ein edles Outfit ist da nur Maquillage.

Leserbriefe

Keine Leserbriefe vorhanden