Ponta do Pargo Leuchtturm

Ponta do Pargo Leuchtturm

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Go West

10. November 2018

Der Leuchtturm von Ponta do Pargo

sts - Jede Nordseeinsel hat einen - doch auf Madeira ist man recht lange unterwegs, will man ihn sehen. Am westlichsten "Ende" Madeiras, fast anderthalb Autostunden von Funchal, unterhalb der Ortschaft Ponta do Pargo, hat man ihn erricht: den Leuchtturm.

Zwar gibt es auf der Insel noch weitere Leuchttürme - so auf der Ostspitze Ponta São Lourenço oder im Norden bei Santana. Doch wenn ein Tourist sagt, er war "am Leuchtturm", dann ist dieser gemeint. Tausende von Besucherinnen und Besuchern waren auch in diesem Jahr schon dort.

Ein bisschen Enttäuschung macht sich anfangs breit: Das ist ja ein winziger Leuchtturm! Da denkt man an das kleine rot-gelb gestreifte Türmchen in Pilsum. Doch anders als in Ostfriesland steht dieser Turm auf einer Klippe von dreihundert Metern Höhe. Steil fällt es hier ab zum Atlantik. Bei starkem Wind ist Vorsicht geboten. Wege nach unten sucht man hier vergeblich. (Ewas weiter Richtung Ponta do Pargo findet man alte Wanderwege zum Meer, sehr steil, nicht ganz ungefährlich und nur für Wanderer mit sehr guter Kondition.)

Der Leuchtturm ist für Schiffe aller Art von großer Bedeutung. Seit 1922 steht er auf der "Ponta da Vigia" genannten Klippe.  Fast 50 km ist der Strahl bei guter Sicht zu sehen. Eine kostenlos zu besichtigende Ausstellung - in portugiesischer Sprache - informiert über diesen und andere portugiesische Leuchttürme. Die große Seekarte im Eingangsbereich versteht man auch ohne Sprachkenntnisse und so erforscht manch interessierte Landratte die nautischen Lichtzeichen rund um Madeira.

Café, Stühle, WC sucht man vergeblich. Doch viele zieht es an schönen Tagen hierher, um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Wenn es vollkommen dunkel geworden ist, staunt man über die starken Strahlen, die der kleine Turm weit hinaus schickt.

Fotos: Grabe-Brueseke

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