Rua Dr. Pita, Funchal

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In diesem Gebäude nahe des Einkaufszentrums La Vie befinden sich die Büros der beiden Firmen

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Tochter eines Diktators firmiert in Freihandelszone

18. Oktober 2018

Madeiras Zona Franca lockt mit Niedrigsteuersatz

pedro l- Äquatorialguinea ist ein reiches afrikanisches Land. Weil dort Erdöl fließt, tummeln sich vor Ort die Amerikaner und die Chinesen. Vom Reichtum bekommt die große Mehrheit der eineinviertel Millionen Einwohner nichts mit. Die einfachen Menschen verdienen weniger als zwei Dollar pro Tag. Der Diktator des kleinen Staates an Afrikas Westküste wird auf 400 Millionen bis drei Milliarden Dollar Privatbesitz geschätzt und gilt als einer der reichsten Staatschefs der Welt.

Teodoro Obiang hat eine ebenfalls reiche Tochter, die als Unternehmerin zwei Firmen in der Freihandelszone Madeiras untergebracht hat. Darüber berichtet das Blatt Publico in seiner Ausgabe vom 11. Oktober. Das Unternehmen „Coralco“ ließ sich danach 2013 in der Zona Franca nieder, die Firma „Masela“ fünf Jahre später. Bis heute haben die beiden Firmen zusammen 1,5 Millionen Euro Steuerzahlungen einsparen können, da der Steuersatz bei nur fünf Prozent liegt. In Madeiras Freihandelszone tummeln sich illustre Geschäftsleute. Wir berichteten vor einigen Jahren darüber

Madeiras Zona Franca ist eine der drei Säulen, die den Reichtum der Insel garantieren. Sie ist nicht zu verwechseln mit den großen Steueroasen wie beispielsweise Panama sie unterhält. Mit einem Steuersatz von fünf Prozent bietet Madeira in Europa allerdings hier ein traumhaftes Steuersparmodell an, das von der Europäischen Kommission seit dem Juli dieses Jahres kritisch untersucht wird.

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