Furacao Leslie

Furacao Leslie

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Vorbei geschrammt

15. Oktober 2018

Hurricane Leslie drehte kurz vor Madeira ab

eins - Keine Toten, vier Verletzte, mehr als 50 Landungen ausgesetzt und einige Beschädigungen an der Südwestküste. Madeira hielt am Samstag, 13. Oktober 2018, die Luft an. Ab Sonntag hieß es dann: Aufräumen, die Gefahr ist vorbei.

Auf seinem Kurs Richtung Madeira hatte der Hurricane an Intensität verloren. Er wurde zum "Tropensturm" heruntergestuft, was immer noch Alarmstufe "rot" für die Insel bedeutete. Dann, in buchstäblich letzter Minute, drehte Leslie auf Nordost, verlor vor Lissabon weiter an Intensität und traf nördlich auf den Kontinent. Es kam nicht zur Katastrophe. Die größten Schäden, so berichten die portugiesischen Medien, gab es auf der Höhe von Coimbra. Bäume stürzten um, Gebäude wurden teils schwer beschädigt, Dächer wurden abgedeckt. 61 Personen blieben ohne Unterkunft und 27 wurden leicht verletzt.

An Madeiras Südwestküste bewirkte Leslie mit der Flut von Samstag Nachmittag Riesenwellen, die sich mit enormer Kraft der Ufer und Küstenstreifen bemächtigten.Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde die Meerespromenade, die von Funchals Lido-Bad nach Câmara de Lobos führt, in der Nähe des Formosa-Strandes weggerissen. Auch die Strandbar von Ponta do Sol konnte - nach dem Februar-Sturm zum zweiten Mal - den Wogen des Meeres nicht standhalten. Neben den unzähligen Fluggästen, deren Flüge verschoben werden mußten, konnten auch etwa zweieinhalbtausend Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Sapphire Princess" wegen der bewegten See in Funchal nicht an Land gehen. Das Schiff dampfte nach Arrecife weiter.

Regenmenge und Sturmwind blieben hinter den Erwartungen zurück und bereiteten keine größeren Problem. Madeira hat als winzige Insel im Atlantik viel Erfahrung mit Sturm.  Schwierigkeiten machten aber die vielen Zaungäste an den Stränden mit ihren Kameras. Touristen wie Einheimische waren begeistert von der Kraft des Meeres und gingen gefährlich nah an die Wellen heran. Jegliche Vorsicht wurde dabei vergessen. Bei blauem Himmel schätzen Landratten die Unberechenbarkeit des Atlantiks falsch ein, zu oft schon sind Menschen dabei zu Tode gekommen. Doch auch die Wellen-Fotografen kamen diesmal alle mit einem Schrecken davon.

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