Der Espresso heisst auf Madeira "Bica"

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Kaffee trinken in Portugal

10. Oktober 2018

Der Genuss in Zahlen

eins - Früher gab es den kleinen schwarzen Kaffee, die Bica, und den Milchkaffee, der in Madeira Chinesa heißt. Vielleicht noch einen Kaffee mit sehr viel Milch, den Galão im Glas. In den vergangenen Jahren sind der Capuccino und der Flat White (Capuccino mit wenig Schaum) hinzugekommen. Mit dem Tourismusboom der letzten fünf, sechs Jahre ist die Menge des konsumierten Kaffees angestiegen.

Lag der Pro-Kopf-Verbrauch in 2012 bei 4,73 Kilogramm, ist er nun bei 5,5 Kilogramm angelangt. Damit liegt Portugal immer noch auf einem der unteren Plätze in der Liga der europäischen Kaffeetrinker. Die Tabellenführer heißen Finnland, Norwegen, Island und Dänemark mit fast doppelt soviel Kaffeekonsum. In den nordischen Ländern trinkt man allerdings Filterkaffee. Da benötigt man 15 Gramm pro Tasse, während die Portion Expresso – in Portugal üblich – nur sieben Gramm Kaffee zur Zubereitung benötigt. Das relativiert die statistischen Zahlen.
Der Kaffee, den man in Portugal serviert bekommt, wird eingeführt. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2018 wurden 37 Tausend Tonnen Kaffee importiert. Seit langem bezieht Portugal seine Kaffeebohnen hauptsächlich aus Vietnam („Robusta“) und Brasilien („Robusta“ und „Arabica“) sowie aus Uganda. Nicht alle importierten Bohnen bleiben im Land. Die Kaffee verarbeitende Industrie Portugals führte in den ersten sieben Monaten von 2018 knapp acht Tausend Tonnen Kaffee aus. Hauptbezugsländer sind Spanien, Griechenland und Frankreich.

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