Apfelfest Ponta do Pargo 2018

Apfelfest Ponta do Pargo 2018

Apfelfest Ponta do Pargo 2018

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Apfelfest in Ponta do Pargo

16. September 2018

Ein Fest für die Früchte des Landes

eins - Obstbäume wachsen auf Madeira am besten, wo es kühl und feucht ist. Ponta do Pargo ist der Ort an der Westküste, wo eine Nord- und eine Südströmung des Atlantik aufeinander treffen. Das schafft Turbulenzen, herbe und derbe Wetter. Und weil der Ort oben auf der Steilküste liegt – wo der berühmte Leuchtturm steht – wird es da zuweilen richtig frisch. Ohne Minusgrade wohlgemerkt. Apfelbäume lieben dieses Klima. Und so nimmt es nicht Wunder, dass das Apfelfest an Madeiras westlichstem Punkt gefeiert wird.

Fünf Tausend oder mehr Besucher trudelten ein, wenn man die ganzen Busladungen mitzählt, die aus anderen Inselteilen anreisten. Die Stimmung war kühl, so wie es der Region entspricht. Erstaunlich wenig Alkoholausschank, dafür zwei große Grillstationen mit dem traditionellen Fleischspieß. Folklore wie immer. Einige Besucherinnen ließen sich vom Rhythmus der Volksmusik in den Bann ziehen und schwoften mit. Viele Stände mit Angeboten aus heimischer Produktion: Apfelwein, Apfelessig und Apfelkuchen sowie Körbe grüner Äpfel, die ganz sauer anzuschauen waren. Erlesene selbstgemachte Marmeladen, gut ausschauende Zwiebeln, Kartoffeln, Kürbisse, Paprika, Tomaten und Kaktusfeigen. Und am Rande Stickereien, kaum Blumen, aber einige Obstbaumstecklinge.
Ein bodenständiges Fest in einer ärmlichen Zone Madeiras. Wer dorthin fährt, erkennt, wie der Bau der Schnellstraße nach Ponta do Pargo wunderschöne Täler mit Brückenkonstrukten verschandelt. Es tut weh das zu sehen. Aus der Perspektive der Abgelegenen ist aber die Schnellstraße eine große Verheißung auf Angliederung an den wohlhabenden Süden Madeiras.

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