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Tipps & Infos: Achtung Ferienvermietung!

26. August 2018

eins - Portugal hat neue Bestimmungen. Die Novelle des Alojamento Local (Vermietung einzelner Unterkünfte) tritt 22. Oktober 2018 in Kraft. Sie reagiert auf den Umstand, dass die private Vermietung ein rasant wachsender Markt geworden ist und für manche Anbieter eine lukrative Anlage. Letzterem Rechnung tragend, beschränkt die Novelle die Zahl der Objekte pro Besitzer auf maximal sieben. Auch kann die Zulassungszahl von Ferienwohnungen und – Häusern in einem Wohngebiet begrenzt werden. Die kommunalen Verwaltungen sind zur Ausweisung von Vierteln oder Regionen aufgerufen, in denen weitere Alojamentos Locais lizensiert werden dürfen. Die Verwaltungen sollen dabei eine Obergrenze fixieren, bis zu der ein sozial verträgliches Nebeneinander von an- und abreisenden Feriengästen und festen Residenten im jeweiligen Viertel garantiert bleibt.

Sind eine oder mehrere Einheiten in einem Gebäude mit Eigentumswohnungen als Ferienwohnungen deklariert, hat die Eigentümergemeinschaft das Recht, bei der Gemeinde auf Rücknahme der Lizenz zu drängen. Dies kann geschehen, wenn der Vermietungsbetrieb das häusliche Leben nachhaltig stört oder beeinträchtigt, wie zum Beispiel Türenschlagen, lautes Sprechen oder Singen auf den Gängen, Stöckelabsätze oder Kofferrollen auf den Korridorfliesen des Nachts, Streitigkeiten oder lautstarken Sex. Ferner kann die Hausgemeinschaft den Betreibern der Ferienunterkünfte eine dreißigprozentige Erhöhung der monatlichen Allgemein-Abgabe aufbürden, wenn sie der Ansicht ist, dass gemeinschaftlich genutzte Räume oder Anlagen überproportional in Anspruch genommen werden. Dies bezieht sich zum Beispiel auf Flurlicht, Lift, Terrassen oder Partyräume. Die Entscheidungen der Hausgemeinschaft sind gültig, wenn mehr als die Hälfte der Eigentümer zugestimmt haben.

Eine jede Einheit des Alojamento Local muss eine Multirisiko-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Auch muss ein Informationstext in jeder Einheit ausliegen, der auf Portugiesisch, Englisch und in mindestens zwei weiteren Sprachen verfasst ist. Hierin können die Gäste wesentliche Teile der Hausordnung nachlesen, zum Beispiel die geltenden Ruhezeiten, Regeln für die Müllentsorgung oder für die Benutzung eines Barbecue etc. .

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