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Tipps & Infos: Pfarrer stellt Zölibat in Frage

20. August 2018

eins - 300 Missbrauchsfälle in der Nordamerikanischen Katholischen Kirche! Der Papst nennt das „kriminell und moralisch tadelnswert“. Kein Gedanke daran, dass das Liebes-Verbot eine Pein ist, die einige Pfarrer dazu treibt, sich im Verborgenen an wehrlosen Kindern zu vergehen. Ein kleiner Gemeindepfarrer aus Madeira denkt weiter als der Papst, was in der erzkonservativen Kirche Portugals gewagt ist. Auf seinem Blog bezeichnet José Luís Rodrigues die Missbrauchsfälle als „Katastrophe, die zum Himmel schreit“. Der Gemeindepfarrer fordert dringend „eine Reflexion darüber, wie die Kirche sich so oft in ein Nest für Pädophilie und Kranke mit sexuell verdorbenem Sinn wandeln kann“. José Luís Rodrigues verurteilt all diejenigen Bischöfe, die Vergehen in ihren Diözesen vor der Öffentlichkeit zu verbergen trachten. Daraus folgernd schreibt der Pfarrer, „die Verfolgung von heterosexuellen Pfarrern (das sind Pfarrer, die eine Freundin haben, die Redaktion) ist nicht hinzunehmen“, wenn von oben „Schwule und Pädophile gedeckt werden“. Schlussfolgerung: „Der Zölibat muss dringend in der gesamten Kirche neu verhandelt werden.“

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