Pfandflaschen Bier
Pfandflaschen Bier
Pfand Bon
Der Pfand-Bon wird an der Kasse ausgestellt...
Kasse
...und später beim Bezahlen eingelöst.
Filialleiterin Pingo Doce, Calheta, und Journalist
Vielleicht etwas umständlich, aber alle sind zufrieden.

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Supermarkt Continente verweigert Rücknahme von Leergut ohne Kaufbeleg

26. März 2018

Kunden mit Pfandflaschen werden abgewiesen

eins - Die Supermarktkette Continente ist bemüht, regionale Produkte zu vermarkten. Nach eigenen Angaben erreicht sie mit heimischen Waren eine Verkaufsmarge von 70 Prozent im Gesamtgeschäft. Das ist beachtlich. Aber bei der Verwirklichung des Mehrwegsgedankens patzt Continente leider.

Die Germanen sind Sammler und Trenner. Bevor sie ihren Urlaubsort verlassen, bringen sie sebstverständlich alle gehorteten Pfandflaschen zur Leergutanahme. Grosses Erstaunen, wenn sie dann am Schalter des Supermarkts Continente mit ihren Bierflaschen stehen gelassen werden. Für den Fall, daß zum Leergut nicht die dazu passenden Continente- Kassenbelege vorliegen, verweigert die Supermarktkette die Annahme. Die Konzernleitung beruft sich in einer Stellungnahme gegenüber der Madeira-Zeitung auf geltendes Recht, das sie kundenfeindlich auslegt. Ganz anders die Supermarktkette Pingo Doce. Die Erzrivalin handhabt die Leergutrücknahme umständlich, jedoch entgegenkommend und einvernehmlich. Da wird nicht mit murrender Mine gefragt: „Können Sie belegen, dass die Flaschen bei uns gekauft wurden?“ Gleich wird eine Mitarbeiterin gerufen, die sodann das Leergut ins Lager verfrachtet, im nächtsten Schritt der Kollegin an der Kasse – zwischen der Abwicklung von zwei Kunden aus der Schlange – die Daten zum Eintippen ansagt, den Bon mit einem Lächeln dem Kunden in die Hand drückt und im Gewirr des Supermarktes verschwindet. Man bleibt zurück in der Endphase einer fast gelungenen Aktion, denn der Bon muss ja erst noch zu Geld gemacht werden. Für das Einwechseln empfiehlt sich die Packung Vanille-Eis Hausmarke Pino Doce. Auch da kann der Continente nicht mithalten. (Anmerkung der Herausgeberin: Der Schluss des Artikels ist journalistisch unkorrekt. Frau Nahles würde an dieser Stelle „Ätschi“ gesagt haben.)

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