Mariä Himmelfahrt

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Eiche erschlägt 13 Gläubige

15. August 2017

Unter den bislang fünfzig Verletzten auch Deutsche, Ungarn und Franzosen

eins - Die Wallfahrt an Mariä Himmelfahrt zu der über Funchal gelegenen Kirche von Monte ist eines der größten Ereignisse im religiösen und folkloristischen Leben Madeiras. Tausende von Pilgern reisen jährlich am 15. August an, darunter viele Touristen, um der Andacht, Volksfrömmigkeit, aber auch dem Trubel beim Fest der Senhora do Monte beizuwohnen. Doch mitten in die Gemeinschaft krachte heute Mittag eine zweihundert Jahre alte Eiche.

Der riesige Baum sollte womöglich schon 2014 gefällt werden. Er war provisorisch mit Metallseilen gesichert. Doch mitten im Trubel auf dem Platz unterhalb der Kirche, wo man an Ständen Kerzen, religiöse Andenken und Mitbringsel verkaufte, kippte die Eiche plötzlich mitsamt des Wurzelwerkes um und begrub eine Vielzahl von Wallfahrern unter sich. Bislang sind dreizehn Tote und fünfzig Verletzte gemeldet. Ärzte, Sanitäter, Krankenwagen und die Feuerwehr waren pausenlos im Einsatz. Unter den Opfern, so die Polizei, sind fünf Ausländer. Ein Franzose erlag am Ort des Unglücks seinen Verletzungen, ein Ungar verstarb im Krankenhaus. In stationärer Behandlung befinden sich noch ein Franzose und ein Deutscher. Ein Holländer durfte schon nach Hause gehen. Die religiösen Feierlichkeiten wurden angesichts des Dramas abgebrochen.

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