Wieder da

10. März 2017

Die Cagarras zeigen den Frühling an

sts - Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und auch eine Cagarra auf Madeira nicht. Dennoch ist das Sommerhalbjahr nicht weit, wenn erstmals die nächtlichen Schreie dieser besonderen Vögel gehört werden und dann auch die großen Kreise am Rande der Klippen beobachtet werden können.

Wer abends am Strand oder am Hafen auf der Südküste einen Spaziergang unternimmt, für den sieht die Cagarra, zu deutsch Gelbschnabel-Sturmtaucher, ziemlich weiss aus. Das Federkleid, von unten durch die Straßenbeleuchtung angestrahlt, leuchtet noch weit bis aufs Meer hinaus, wenn die Vögel ihre Kreise ziehen. Von oben zeigt dieser Sturmtaucher ein braun-weisses Kleid. Doch das, was jedem Madeira-Touristen zuerst auffällt, ist der markante Ruf dieser Vögel. Fast wie eine Micky Maus klingen die Schreie vom Meer, und wer nicht weiss, dass es sich um Seevögel handelt, mag abenteuerliche Phantasien entwickeln.

Die Cagarras kommen für gewöhnlich im März an die Südküste Madeiras zurück, um hier zu brüten. In diesem Monat hört man also erstmals die eigentümlichen Rufe. Und jeder weiss: die ganz kalten Tage sind nun aber wirklich vorbei. In diesem Frühjahr spüren EInheimische wie Touristen das besonders stark: Winde aus Ost und Südost liessen in der zweiten Märzwoche das Thermometer tagsüber Werte von 25° und darüber, nachts bei 20° anzeigen. Wenn der Nordostpassat zurückkehrt, wird es jedoch wieder kühler werden. Die robusten Gelbschnabel-Sturmtaucher wird das nicht weiter stören.

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