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Bohrinsel vor Madeiras Küste?

19. Oktober 2016

Keine Gefahr für die Umwelt - Tageszeitung klärt auf

sts - Seit gut einer Woche ist sie zu sehen, die Bohrinsel vor der Südküste Madeiras. Von Westen her schlich sie sich an die Südküste heran. Mal scheint sie sich langsam fortzubewegen, dann steht sie wieder an einem Fleck.

"Eine Bohrinsel ist viel größer," weiss Klaus K. aus Zwischenahn, "ich vermute, hier werden Unterwasser-Kabel verlegt." Erleichterung bei vielen ökologisch denkenden Urlaubern, die diese vermeintliche Expertenmeinung hören. Ölbohrungen vor Madeira, das wäre ja das allerletzte! "Aber auf den Kanaren, vor Lanzarote, haben sie auch schon Probebohrungen durchgeführt," meint einer und schaut skeptisch. Wo sich Residenten treffen, wird über die Metall-Plattform gerätselt, und auch die Touristen an Bord der Whalewatching-Boote spekulieren.

Dabei hätte ein Blick in die Tageszeitung "Diáiro de Notícias" genügt. Schon Mitte Oktober erläutertet das Blatt:

Es handelt sich um die Bohrinsel "Balder", die auch im Februar 2002 und im März 2013 schon einmal vor Madeira lag. Sie kommt aus Rotterdam, von wo sie sich - offenbar nach einer Reparatur oder Inspektion - Ende Juli auf den Weg nach Puerto Madero in Mexico aufmachte.

Kein Öl also vor Madeira - und keine Bedrohung für Mensch und Tier.

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