schroffe Felsen vor grünen Hänge, das Hochgebirge Madeiras
Sonniger Tag im Hochgebirge, aufgenommen von Martin Nass

Levada do Rei

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Sonne über Madeira

14. August 2016

Erholung pur am Strand und in den Bergen

sheila- Fünf Tage nach den Bränden erreichen viele Fragen per Mail und Telefon die Madeira-Zeitung:Was wird aus den Urlaubern? Kann man jetzt Urlaub auf Madeira machen? Unsere Mitarbeitern Sheila war im Westen Madeiras unterwegs und fragte die Urlauber, wie sie den Tag verbringen.

Insgesamt gewinnt man den Eindruck, dass die Urlaubsmöglichkeiten kaum eingeschränkt sind. Fast alle Straßen sind wieder geöffnet, die meisten Wanderwege können begangen werden, bei herrlichem Sommerwetter sind von früh bis spät Einheimische und Urlauber unterwegs.

Am Vormittag in Ribeira Brava begegnet mir Elisabeth. "Wir machen den Levada-Rundweg oberhalb von Ponta do Sol. Dort ist alles wie immer," freut sich die ältere Dame auf ihre Wanderstrecke.

In Porto Moniz spreche ich mit Ralf, er bringt sein schweres Motorrad zum Stehen. "Das habe ich gemietet," berichtet er mir stolz. "Einzigartig ist diese Fahrt durch den Südwesten," schwärmt er mir vor. "Wälder und Wiesen, Meer und Sonne, ruhige Straße, viele Kurven."  Kaum ein paar Meter weiter verlassen Stephanie und Kurt die Lava-Schwimmbecken. "Wir sind stehend k.o. Den ganzen Morgen im Wasser, herrlich."

In São Vicente in den vielen Ausflugsrestaurants ist es zur Mittagszeit wie immer reichlich voll. "Wo wart Ihr denn heute?", frage ich diejenigen, die aussehen wir Urlauber. "Boca de Risco bis Porto da Cruz", höre ich, "Santana", "Königsweg bei São Jorge", "Boaventura". Die Nordküste wurde von den Feuern nicht betroffen.

Ich wähle die Strecke hoch zum Encumeada-Pass.Je höher ich komme, je klarer die Luft und je blauer der Himmel. Ein strahlend schöner Nachmittag. Am Picknickplatz "Chão dos Louros" tummeln sich zig Madeirenserinnen und Madeirenser, geniessen die hier kühleren Temperaturen, spielen Boule und Fußball. Die Polizei treffe ich auch. Sie sprechen mit einer Frau, die auf einem der öffentlichen Grillplätze einen Riesentopf mit Kartoffeln gar kochen will. Auch wenn alles vorüber scheint: Offenes Feuer unter freiem Himmel ist auf der gesamten Insel verboten.

Oben an der Bar am Pass treffe ich auf eine Wandergruppe, verschwitzt und durstig. Sie kommen vom Forsthaus an der Boca da Corrida, oberhalb von Estreito de Câmara de Lobos. Für die knapp 13 Kilometer haben sie sechs Stunden gebraucht. "Wir haben viele Pausen gemacht - die Fotografen waren ganz aus dem Häuschen über diese Ausblicke auf Gipfel und grüne Hänge."

An der Pousada dos Vinhaticos stehen noch einige wenige Kleinbusse. An der berühmten Poncha-Bar im Tal kommt es zu einem kurzen Stau auf der Landstraße. Alles wie immer? Ein sonniger, friedlicher Tag jedenfalls für die vielen Urlauber, denen ich begegnet bin.

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