portugiesischer Führerschein

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Vereinfachte Regeln für den Führerschein

19. Juni 2016

Sozialistische Regierung will Bürokratie begrenzen

eins - Die Sozialisten haben wenig Spielraum beim Regieren. Portugal überschreitet erneut die Grenze des erlaubten Defizits innerhalb des Euroraums und kriegt dafür Haue angedroht.
Deshalb versucht sich die Regierung in Reformen, die wenig kosten. Zum Beispiel:Bürokratie vereinfachen und entschärfen.

Die portugiesische Republik verlangt von ausländischen Residenten, dass sie ihren im Ausland ausgestellten Euro-Führerschein bei der Behörde abgeben und dafür eine portugiesischen Führerschein erwerben. An dieser dem Geiste Europas zuwider laufenden Bestimmung rütteln die Sozialisten nicht, lockern aber in ihrem Erlass „Simplex 2016“ die allgemeinen Führerscheinbedingungen, die auch für Residenten gelten.
Künftig braucht die Autofahrerin/der Autofahrer erst ab dem 60. Lebensjahr ein ärztliches Attest vorzulegen (früher ab 50 Jahren), dass sie oder er im Vollbesitz aller Kräfte ist. Solch ein Attest erhält man beim Arzt, oder aber für ein Schmiergeld von sechzig Euro beim Fahrschullehrer (der einen kennt, der einen kennt, der dann mal eben..) Dass das so läuft, wissen alle in Portugal. Die Sozialisten sparen nun eine ganze Dekade an Attesten ein, nämlich die Kosten für das korrekt oder gefälscht erworbene Dokument.
Weiterhin wird auf dem neuen Führerschein nicht mehr die Anschrift des Inhabers/der Inhaberin aufgeführt. Man muss also zusätzlich den Personalausweis oder die Aufenthaltserlaubnis bei sich führen. (Ist das ein Schritt zur Vereinfachung behördlicher Auflagen?) Zu guter Letzt muss der Führerschein erst nach 15 Jahren (und nicht nach 10) erneuert werden. In 15 Jahren ist die derzeitige Regierung längst abgewählt, und man wird sehen, was sich die dann Regierenden an Erleichterungen einfallen lassen.

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