Waldbrand
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Waldbrände verhindern

4. Juni 2016

Die neue Regierung nimmt die Gefahr ernst

eins - „Da muss es ja fürchterlich gebrannt haben!“ Mit solch einem Satz kommen Wanderer regelmäßig aus höheren Lagen Madeiras oder aus dem fernen Westen der Insel zurück. „Alles schwarz...“ Die Dame an der Hotel-Rezeption beschwichtigt: „Ist schon Jahre her.“ Tatsächlich erholt sich die Natur nur langsam, wenn Brände gewütet haben. Das schnell wieder sprießende Gras täuscht vielleicht darüber hinweg, dass die Waldbrände in wenigen Tagen oder sogar Stunden vernichten, was Jahrzehnte gewachsen ist.

Früher zeigte sich niemand verantwortlich. Die sommerlichen Waldbrände erschienen als Naturgewalt wie Ebbe und Flut. Vor einem Jahr jedoch hat man auf Madeira die Prävention neu erfunden. So stehen auch in 2016, wie im Jahr zuvor, vom15. Juni bis zum 15. Oktober Löschfahrzeuge in Einsatzbereitschaft.
Bei Anruf rasen sie los, so verkündete die madeirensische Regierung Anfang Mai in der Presse. Außerdem hat eben diese Regierung zwei Reinigungsfahrzeuge bestellt, die jeden Untergrund meistern. Die Lastwagen auf besonders hohen Rädern sollen über Wiesen und durch Wälder, ja selbst an Abhängen problemlos entlang rattern. Zwei bewegliche Achsen verleihen ihnen Wendigkeit und Geschicklichkeit beim Einsammeln von trockenem Gestrüpp, vertrocknetem Laub und allem ,was leicht brennbar in der Natur herum liegt. Über unterschiedliche Schläuche wird das Material von den Einsatzfahrzeugen eingesammelt, wie mit riesengroßen Staubsaugern sollen so die Gefahrenzonen gereinigt werden. Die Fahrzeuge verfügen über einen integrierten Kran, eine Winde und einen Sammelbehälter. „Schutz und Vorsorge,“ so heisst es aus dem zuständigen Verwaltungsbereich, „müssen oberste Priorität haben, wo es um das Naturerbe geht.“

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