Kein verdammtes Hundeleben

14. März 2016

Portugal stellt die Tötung streunender Hunde und Katzen unter Strafe

eins - Verlaust, verzottelt und hungrig. So lauern vagabundos – portugiesisch auch für herrenlose Hunde und Katzen – an Hotels, Restaurants, Straßenecken oder auf öffentlichen Plätzen herum. Nicht selten finden Touristen sie allerliebst und füttern sie an. Hoteliers sind die Streuner ein Ärgernis, genauso wie vielen Einheimischen. Oft werden frei lebende Hunde und Katzen darum vergiftet oder auf andere Art beseitigt. Diese Praxis steht ab dem 10. April unter Strafe.

500 Euro Bußgeld erwartet alle diejenigen, die mit Gewalt oder Gift Hunden oder Katzen das Leben genommen haben. Juristische Personen – damit sind Firmen, Hotels, Restaurants, Läden etc. gemeint – können mit bis zu 45 Tausend Euro abgestraft werden, wenn sie gegen das neue Gesetz verstoßen. Einzig die Einschläferung von kranken Tieren ist strafffrei. Die juristische Marke 10. April verlangt von allen Rathäusern Portugals, daß sie in einem Zeitraum von drei Monaten Sterilisationspogramme für streunende Tiere entwickeln. Die sterilisierten Hunde und Katzen sollen anschließend Tierschützern übergeben werden. In allen Regionen Portugals haben sich in den vergangenen Jahrzehnten Tierschutzgruppen gebildet. Unter ihnen sind Frauen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz aktiv, die Patenschaften für Tiere in ihren Heimatländern anbahnen.
Mit dem neuen Gesetz verzeichnen Tierschützer einen großen Erfolg . Doch deren Einsatz wird in Zukunft mehr denn je gefragt sein.

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