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Wir geh'n nach Madeira

26. Januar 2016

Zum Urlaub oder für ganz

eins - Islamische Länder können dicht machen, was die Touristen angeht. Fanatische Attentäter sorgen für leere Strände und Hotels, von Marokko bis in die Türkei. Die Kanarischen Inseln sind ein beliebtes Ausweichziel für Urlauber. Noch kleiner und noch unbedeutender im Weltgeschehen ist nur noch Madeira. Von Westafrika aus mit kleinen Schiffen wegen widriger Strömungen schwer zu kapern. Hier ist man sicher. Deshalb verzeichnet die portugiesische Atlantikinsel seit einiger Zeit einen Zustrom von Ruhe suchenden Urlaubern, aber auch von Auswanderern, denen das Leben daheim zu stressig und aggressiv geworden ist.

Ganze Ströme von Franzosen werden angespült. Traditionell bevölkerten sie die Strände des Maghreb. Aber auch Urlauber, die früher die preisgünstigen Angebote aus Ägypten und der Türkei wählten, ziehen um. Madeira und die kleine Nachbarinsel Porto Santo sind voll im Trend. Relativ schnell zu erreichen, nicht sehr viel teurer und für Islamisten absolut uninteressant. Es gibt noch keine verlässlichen Zahlen, zumal die Kreuzfahrttouristen in immer größeren Mengen Madeira anlaufen.
Die Kanaren, so scheint es, geraten derzeit wegen der anrollenden Besucherwelle aus den Fugen. Madeira hat noch genügend Kapazität. Auch was den Hausverkauf angeht. In Mitteleuropa hegen viele Menschen den Wunsch, dem täglichen Hauen und Stechen den Rücken zu kehren, ein kleines Heim mit Garten zu kaufen und auch im Januar unter der Sonne am Strand zu sitzen und für 1 Euro einen Milchkaffe zu trinken. In Madeira gibt es noch kostenlos ein freundliches Lächeln dazu.

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