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Die Fähre nach Madeira ist noch nicht zurückgekehrt....

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Fähre nach Madeira?

8. Januar 2016

Baldige Lösung nicht in Sicht
eins - Es gab sie schon einmal. Die Fährverbindung von den Kanarischen Inseln nach Madeira und dann weiter nach Portimao an der Südspitze des portugiesischen Festlands. Diese Verbindung zerbrach unter anderem am mangelnden Kooperationswillen der madeirensischen Regionalregierung. Mit einem neuen Regierungschef in Madeira ist der Wille nun da, die portugiesische Insel per Schiff mit anderen Regionen Südwesteuropas zu verbinden.

Die Einwohner Madeiras warten schon lange darauf, daß etwas passiert. Wenn man zum Beispiel Onkel und Tante in einem entlegenen Dorf Portugals besuchen will, ist es preiswerter, mit dem Auto auf die Fähre und dann vom Zielhafen aus los zu fahren als mit dem Flugzeug nach Lissabon und dann per Mietwagen weiter. Auch für Urlauber ist es interessant, mit dem Wohnmobil nach Südportugal und dann per Fähre nach Madeira weiter zu reisen.
Alle wollen die Fähre, auch der Handel auf Madeira.

Aber die Fähre braucht Zuschüsse. Madeira sagt mittlerweile, wir tragen einen Teil, aber Lissabon muß die Kosten mitschultern. Aus der Hauptstadt verlautet, eine Fähre in die Randgebiete Portugals soll gefördert werden. Aber sie müsse nicht nur Madeira, sondern auch die Azoren bedienen. Obwohl die Azoren abwinken, rufen nun Funchal und Lissabon wie aus einem Munde: Ihr müßt aber!

Resigniert heisst es nun schon beim Kaffee in der Bar: Wenn ein Problem zu lösen ist, machen wir Portugiesen es gern so kompliziert, daß eine Lösung in weite Ferne rückt. Eine Fähre vom Festland nach Madeira, die über die Azoren fährt, wäre fast eine Woche unterwegs. Wer soll die Überfahrt bezahlen und wer hat so viel Zeit?

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