Adeus Banif

14. Dezember 2015

Bankzusammenbruch zum Weihnachtsfest?

pedro - Es gab schon Schlangen vor den Schaltern der Banif in Madeira. Denn es kursiert das Gerücht, dass die Banif Bank vor dem K.O. steht. Der Aktienwert ist am Montag, dem 14. Dezember, auf 0,08 Cent (!) abgerutscht. Dafür kriegt man allenfalls einen Teelöffel Benzin an der Tankstelle. Wer jetzt noch Geld bei der Banif hat, sollte wissen, was zu tun ist.

Die Banif ist ein Staatsunternehmen. Misswirtschaft, Parteienklüngel, Dilettantismus und Arroganz zeichnen diese Bank aus. Die Banif schlingert seit Jahren und wurde mit Rekapitalisierungen vom portugiesischen Staat über Wasser gehalten. Eine Hoffnung auf Überleben der Fast-Wasserleiche speiste sich aus dem Interesse der chinesischen Firma Fosun. Die Chinesen kaufen marode Firmen auf, um sie dann wieder flott zu machen.
Nun ist aber in den vergangenen Tagen bei Fosun etwas Merkwürdiges passiert. Guo Guangahang war verschütt gegangen. Dem Geschäftsführer der Firma wurde Korruption nachgesagt. Niemand weiß, was die chinesischen Behörden mit ihm angestellt haben. Nach vier Tagen der Abwesenheit ist Guo plötzlich wieder auf der Bildfläche erschienen und lächelt, als wenn überhaupt nichts passiert wäre. Ob in solch undurchschaubarer Situation Fosun eine Rettungsaktion für die Banif starten kann? Besser, man rettet sein Geld selber...

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