Porto Santos Alte Markthalle

8. Dezember 2015

Ein Versuch der Wiederbelebung

eins - Lange stand das Gebäude verwaist auf der Ecke. Seine Lage ist zentral. Wenn man am Taxi-Stand in Richtung Hafen geht, findet man die alte Markthalle sofort auf der linken Seite. Da, wo die verwahrloste Fußgängerzone beginnt, die neben ein paar Kneipen und Läden die Apotheke Porto Santos beherbergt.

Nun ist das Leben in den Velho Mercado zurückgekehrt. Ein großer Verkaufsraum präsentiert Lebensmittel von der Insel. Liköre, Chutneys, hausgemachtes Gebäck, aber auch Zwiebeln, Tomaten, Obst und alles, was gerade reif ist. Die Konkurrenz zum Supermarkt Pingo Doce besteht darin, dass in dessen Regalen und Körben fast ausschließlich „Importe“ zu finden sind.

Neben dem Lebensmittelladen ist eine Kneipe eingezogen. Man hat die Struktur der alten Fischhalle erhalten. Die Gäste sitzen an den Steintischen, auf denen früher der Fang aus dem Meer feilgeboten, geschuppt und gesäubert wurde. Der Fischgeruch ist längst verschwunden, Tische und Bänke sind blank gescheuert. Die Halle hat trotz des steinernen Mobiliars durchaus Flair. Besonders am Spätnachmittag, wenn von der Westseite her das Sonnenlicht den Raum durchflutet. Die Preise sind moderat: eine Tasse Kaffee gibt es für sechzig Cent und selbstgemachten Likör für einen Euro. Die Poncha, der hochprozentige Mix aus Rum, Zitrusfruchtsaft und Zucker, wird vor den Augen des Gastes zubereitet. Und dabei läuft auf der Musikanlage der Kneipe – zumindest abends – ein Blues von BB King. Hoffentlich gelingt der Versuch, die alte Markthalle am Leben zu halten. Porto Santo profitiert davon.

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