Der fährt und fährt und fährt - nicht mehr

15. November 2015

VW ist verunglückt und die Elektro-Busse in Madeira stehen still

eins - VW-Chef Winterkorn hatte die innovative Technik ganz ausgeblendet. So bleibt Toyota in doppelter Hinsicht Weltmarktführer. Konventionell sowieso wegen der Schummelei des Konkurrenten und zusätzlich mit Hybrid-, Wasserstoff- und Elektromodellen als Vorreiter auf dem Markt der Zukunft. - Ein Hauch von Zukunft hatte der Verkehrsbetrieb von Funchal im Jahre 2006 nach Madeira geholt. Vier Elektrobusse zirkulierten seitdem auf der Öko-Linie durch die Hauptstadt. Nun stehen alle vier auf dem Betriebshof der Firma. Aber nicht zum Aufladen an der Steckdose, sondern weil sie allesamt kaputt sind.

Niemand kann sie reparieren. Das ist ein ganz anderer Aspekt der neuen Technik. Die alten KFZ-Schlosser, die mit Hammer und Schraubenzieher Autos wieder zum Laufen brachten, sind längst in Rente. Aber KFZ-Techniker, die per Computer-Abmessung E-Motoren reanimieren können,
hat das Verkehrsunternehmen mit den ockerfarbenen Bussen noch nicht im Staff. Als Alternative – so hat das Management von Horários do Funchal entschieden – sollen ab 2017 Busse mit Hybrid-Antrieb auf der Öko-Linie zirkulieren. So ist der Idee einer sauberen Stadt wenigstens zur Hälfte Rechnung getragen, und zur anderen Hälfte haben die Monteure in der Hauswerkstatt von drei
Motoren einen nicht ganz unbekannten Verbrennungsmotor unter der Haube, dem man im Schadensfall vielleicht mit einem Hammer auf die Sprünge helfen könnte.

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