Espada
So findet man ihn im Supermarkt: Espada

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Rekord im Fischfang

27. Mai 2015

Die Gefahr einer Überfischung der Gewässer von Madeira scheint vorbei

eins - Zugegeben, der Kabeljau wird lange schon aus Norwegen importiert, um dann als Stockfisch für „gute Luft“ zu sorgen. Zugegeben, der Tiefsee-Degenfisch musste lange Jahre von den Azoren mit eingeführt werden, weil der heimische Ertrag nicht mehr ausreichte. Doch als die Walbeobachterin Claudia Gomes im Frühjahr meldete, dass sich die Meeresriesen vor Madeiras Küste tummeln, war klar, dass der Fischbestand wieder zunahm. Denn solch seltene Gäste wie etwa der Blauwal kommen nur herbei geschwommen, wenn sie reichlich (Fisch-)Nahrung finden.

Die Zahlen des ersten Quartals 2015 belegen dies. Die Fischer zogen von Anfang Januar bis ende März 814 Tonnen Fisch an Bord. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 16,3 Prozent. Wie von regierungsamtlicher Stelle zu hören war, verdankt sich „der Zuwachs dem schwarzen Espada, dessen ungewöhnlich große Fangmenge das Gesamtresultat für das erste Trimester des Jahres empor schnellen ließ.“ Die 548,2 Tonnen des gefangenen Tiefseefisches repräsentieren immerhin 67 Prozent des Gesamtfangs und zwanzig Prozent mehr gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr.

Auch die Makrele (cavala) wurde 69,7 Prozent mehr an Bord gezogen (absolut 62,8 Tonnen). Nur beim Thunfisch stagnieren die Zahlen. Mit 58,3 Tonnen ist bloß eine Steigerung von 0,3 Prozent zu verzeichnen.

Die Fischer, die auf Thunfisch gehen, jammern, denn der Preis ist bei gleicher Fangquote abgesackt. Die anderen sind zufrieden. Es ist der beste Jahresstart seit 2011, wo zwei Tonnen mehr Fische den Fischern in die Netze gingen.

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