Levadabau
Manche Levadas wurden in halsbrecherischer Arbeit in den Fels gehauen
Levada Nova Arbeiten
Reparaturarbeiten an der Levada Nova 2010

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Den Fluss des Wassers sichern

10. Januar 2015

Zehn Millionen für die Abdichtung der Levadas

eins - Die insgesamt 2000 km langen Wasserkanäle Madeiras haben zahlreiche Lecks. Vor etwa sechs Jahren hat man aufwändig die zentralen Wasseradern abgedichtet. Durch Löcher im Boden oder Risse in den Wänden der Kanäle versickerten vorher vierzig Prozent der Wassermenge. Doch auch nach den Reparaturarbeiten klagten die Landwirte, dass bei ihnen zu wenig Wasser ankäme. Denn auf den Ableitungen von den Hauptlevadas (s. Artikel „Wasser marsch!") versickern noch immer vierzig Prozent der hier ankommenden Wassermenge. Dies soll nun anders werden.

Der Verwaltung Madeiras war bewusst , dass nach der ersten Sanierungsphase der Hauptlevadas, eine zweite folgen müsste. Dazu fehlt aber das Geld. Zunächst wurde der Bezugspreis für das Levadawasser um 150 Prozent erhöht. Anstatt fünf Euro hatte der Endabnehmr auf einmal fünfzehn Euro für die Zuteilungsmenge von einer Stunde Wasser, alle 14 Tage, zu zahlen. Großbauern benötigen natürlich mehr als eine Stunde und bezahlen dementsprechend mehr. Diese Mehreinnahmen machen aber den Kohl nicht fett. Die Verwaltung brauchte vier Jahre, um insgesamt zehn Millionen Euro bereit zu stellen. Mit dem Betrag sollen die Wasserwege in den Regierungsbezirken Machico, Santana, Camara de Lobos und Ribeira Brava vollständig abgedichtet werden. Die Ausschreibung der Arbeiten geschieht im Januar, der Arbeitsbeginn ist für Mitte 2015 vorgesehen. Im Jahre 2017 sollen in diesen vier Landkreisen alle Lecks geschlossen sein. Die Landwirte wird es freuen!

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