Sidra und Apfelessig

22. November 2014

Traditionell hergestellt in Prazeres

sts - Wer im Spätsommer in Prazeres wandern war, hat die vielen roten Äpfel in den Bäumen leuchten sehen. Die Bäume gehören alt gewordenen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern. Allein mit der vielen Arbeit haben sie schon längst auf die Apfelernte verzichtet. Manche Jahre lang fielen die Äpfel einfach vom Baum und vermoderten, wurden allenfalls als Viehfutter aufgelesen.

Auf Initiative der Kirchengemeinde in Prazeres fanden sich Helferinnen und Helfer und auch der Priester hat mit angepackt. Aus den Äpfeln wurde wie in alten Zeiten Sidra gemacht – Apfelwein. Recht sauer, aber wohltuend für den Magen und gesund für den Stoffwechsel. Und dabei, wie Padre Rui verrät, „eine attraktive Grundlage für verschiedene Cocktails. Da wird der säuerliche Geschmack mit dem Saft von Pitangas und Guaven abgerundet, dazu einige Kräuter aus dem Garten und Eiswürfel natürlich, köstlich!“
Außer dem Apfelwein haben die Dorfbewohner auch wieder Apfelessig produziert. Das ist so gut gelungen, dass eine Variante des Apfelessigs aus dem kleinen Dorf im Westen Madeiras nun sogar ausgezeichnet wurde als „bester Apfelessig Portugals“. Die Premium-Sorte kostet glatte zehn Euro für den Viertelliter. Doch auch die preiswertere Variante ist ein originelles Mitbringsel, in einer schönen kleinen Flasche verpackt.

Sidra und Apfelessig bekommt man im Teehaus gleich an der Kirche von Prazeres.

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