Mindestlohn

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515 Euro Mindestlohn

12. Oktober 2014

Große Sprünge sind damit nicht zu machen

eins - Viele Touristen wundern sich darüber, wie wenig in der Gastronomie Madeiras Speis' und Trank kosten. In den Supermärkten sind Fisch und Fleisch auch sehr preiswert, Obst und Gemüse dagegen fast so teuer wie in Mitteleuropa. Auch der Käse ist nicht gerade billig.

Wenn man nun bedenkt, dass der Mindestlohn derzeit auf 515 Euro in Madeira (505 im restlichen Portugal) erhöht wird, sieht das Preisgefüge plötzlich ganz anders aus. Da fragt man sich, wie Leute, die den Mindestlohn beziehen, überhaupt über die Runden kommen. Klar, die meisten Madeirenser wohnen in den eigenen vier Wänden, zahlen wenig Wasser- und Stromgeld, Peanuts für die Müllabfuhr und das Fernsehen, ebenso wie fürs Abwasser. Und die KfZ-Steuer liegt unter zwanzig Euro jährlich.
Dafür ist das Benzin teuer und die Handytarife, auch der Tabak und erst recht die Reisen ins Ausland. Solche Reisen unternehmen weniger betuchte Madeirenser nur als Gastarbeiter – auf die Kanalinseln, nach Frankreich, Luxemburg, Australien und London oder in die Schweiz. Urlaub machen Madeirenser in der Regel zu Hause. Da sparen sie eine ganze Menge und freuen sich über die Touristen aus der Ferne, die auf ihre Insel kommen und hier vieles äußerst preiswert finden.

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