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Europawahl

26. Mai 2014

Merkel erregt Unmut in Portugal

eins - Angela Merkel kann zufrieden sein. Mit ihr als Frontfrau bleiben die Christdemokraten vorn. Unzufrieden zeigt sich allerdings die portugiesische Regierung mit der deutschen Kanzlerin. „Diplomatischen Druck“ kündigten die Südwesteuropäer an.

Angela Merkel hatte im Europawahlkampf Klartext geredet und dabei den Rechtspopulisten das Wasser abgegraben. Wer aus einem Staat der EU nach Deutschland komme, so die Regierungschefin, und dort drei Monate lang Hartz IV beziehe, ohne aber Arbeit zu finden, werde zukünftig repatriiert. „Freizügigkeit adé“ hieß die generelle Kritik an der mächtigsten Politikfigur innerhalb der EU, welche offiziell ein Europa ohne innere Grenzen vertritt. Die portugiesische Regierung machte sofort eine Rechnung auf. 5600 Portugiesen würden Deutschland zwangsweise verlassen müssen. Der Vorschlag von Merkel wurde von einem Regierungssprecher als „rigoros“ und „radikal“ abqualifiziert.

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