unbewohntes Dorf mit Hafen, Leuchtturm und Kirche

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Keine Scheichs in der Quinta do Lorde

1. März 2014

Angestellte erhalten nur den halben Lohn

sheila - Aus Kuwait sollte die Rettung kommen. Doch die arabische IFA- Hotelgruppe, die auf eine Billion Dollar taxiert wird, steigt bei dem angeschlagenen Edelprojekt in Madeira nicht ein.

Grund für die Abstinenz der Araber ist eine Initiative der Umweltschützer. Diese reklamieren, dass die Lizenzvergabe zum Bau des künstlichen Tourismus-Dorfes im Naturschutzgebiet nicht mit rechten Dingen zuging. In Spanien haben unlängst Umweltschützer den gänzlichen Abriss eines riesigen Tourismus-Areals erreicht. Das ist allerdings gar nicht das Ziel der Umweltschützer in Madeira. „Der Abriss hätte absurde Kosten für die Umwelt“, sagte der Aktivist Gil Canha der Presse. Vielmehr verlangen die Naturschützer als „Wiedergutmachung“, dass Einheimische und Touristen wieder kostenfrei den Strand vor dem Resort nutzen können. Außerdem soll das Resort-Hotel kostenlos Räume für Umweltkonferenzen bereit stellen. Eine Gericht wird den weiteren Weg der Quinta do Lorde bestimmen. Die juristischen Querelen waren den Kuwaitis suspekt. Und so sagten die Billionäre ihre Beteiligung ab. Eine andere Finanzbeteiligung ist nun dringend geboten, denn aus eigenen Kräften kann der madeirensische Hauptinvestor, dass Resort nicht halten. Schon jetzt stehen die Eigner bei den 250 Angestellten mit einem halben Monatslohn in der Kreide. Findet sich kein Partner auf die Schnelle, müsse man die Hälfte der Angestellten entlassen. Der anderen Hälfte werde der Lohn gekürzt, erklärte jüngst der Geschäftsführer Ricardo Sousa.

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