Madeirawein
Ein edler Tropfen - der Madeirawein

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Madeirawein und ewiges Leben

18. Februar 2014

Experiment mit Fliegen

sts - Die nachfolgende Geschichte ist eine Anekdote und nicht etwa zum Selbstversuch empfohlen. Die Hauptrolle darin spielt der Madeira-Wein. Nicht ganz unwichtig: einige kleine Fliegen, die dem schweren Getränk nicht widerstehen konnten. Und schließlich: Benjamin Franklin, bekannt als amerikanischer Staatsmann des 18. Jahrhunderts, der sich gern mit Naturwissenschaften beschäftigte.

Auch damals schon streckten manche Wissenschaftler sich nach hohen Zielen aus – etwa der Verlängerung menschlichen Lebens. Benjamin Franklin entdeckte eines Tages in seiner Flasche Madeira-Wein (diese gehörte in jener Zeit offenbar zum gewöhnlichen Inventar einer staatsmännischen Wohnung) ein paar tote Fliegen. Er fischte die Fliegen aus der Flasche und legte sie in die Sonne. Und siehe da, nach kaum drei Stunden fanden die vermeintlich Toten zurück ins Leben.

Franklin geriet ins Grübeln, ob ein solcher Prozess nicht auch für Menschen möglich wäre: Das Sterben aufzuhalten, indem der Körper mittels chemischer Substanzen sozusagen konserviert wird, um später wieder aufgeweckt zu werden. Ein chemischer Jungbrunnen also. Und Franklin stellte es sich höchst angenehm vor, zusammen mit guten Freunden sich selbst im Madeirawein zu „ersäufen“, um dann ein halbes Jahrhundert später wieder zurück ins Leben gerufen zu werden.

Wie gesagt, ein Selbstversuch ist nicht zu empfehlen. Auch Franklin und seine Freunde haben darauf verzichtet. Doch die Anregung zum naturwissenschaftlichen Experiment und zum Philosophieren über Leben und Tod, die mögen sich auch moderne Denker gern aus dem Madeira-Wein holen.

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