zerstörtes Ticket-Häuschen der Porto Santo Line
Das Tickethäuschen der Porto Santo Line im Hafen von Porto Santo wurde völlig zerstört

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Xaver war schlimmer

13. Dezember 2013

Sturmflut in Madeira und Porto Santo mit übersehbaren Schäden

eins - Fünf Meter hohe Wellen waren angesagt für den 11. Dezember. Auch Regen wie aus Eimern. Die Sturmflut kam, die Regenflut blieb aus.

Mit 150 Stundenkilometern peitschte der Südwind am Mittwoch riesige Wellen über den Atlantik und über die Wehrmauern der Häfen. Über zwanzig Boote und Schiffe wurden auf diese Weise versenkt. Das Tickethäuschen der Porto Santo Line im Anliegerbereich des Hafens von Porto Santo wurde völlig verwüstet. Der breite Sandstrand der „goldenen“ Nachbarinsel Madeiras wurde ganz schmal – der Sand weggespült.
Auch in vielen Häfen an Madeiras Südküste wütete der Sturm. In Funchal und Machico zerstörten die Wellen die Anlegestege der Marinas, sodass Bootskörper beständig mit Wucht gegeneinander knallten und demoliert wurden. Auch in Santa Cruz drangen Wassermassen ein und verschlammten die Straßen und Plätze der Stadt. Von der Marina in Lugar de Baixo spricht schon niemand mehr...

Ein Todesopfer ist zu beklagen: Ein Mann wurde wurde am Hafen von Machico von einer unerwartet hochsteigenden Welle erfasst und ins Hafenbecken geschleudert. Der Mann konnte nur tot aus dem bewegten Wasser gezogen werden. Ein schrecklicher Verlust für Familie und Freunde. Auch die Sachschäden sind beträchtlich. Längst nicht alle Bootsbesitzer haben eine ausreichende Versicherung. Doch mit dem Unwetter vom 20. Februar 2010 war die Sturmflut in keiner Weise zu vergleichen. Die entstandenen Schäden halten sich in Grenzen, sodass die Regionalregierung nicht beabsichtigt, bei der EU Sondermittel für die Aufräumarbeiten zu beantragen.

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