Parken auf Madeira

12. Dezember 2013

Fahrbahnmarkierung beachten!

eins - Das ist lästig: Vom Café-Besuch, Einkaufen oder Spaziergang zurück, sieht man schon von weitem den Strafzettel an der Windschutzscheibe flattern. Die Urlauber sind genervt. Aus Unkenntnis hatten sie ihr Fahrzeug falsch geparkt oder versäumt, einen Parkschein zu lösen.

Auf Madeira gilt ein Farb-System. Gelbe, blaue und weiße Linien auf der Fahrbahn markieren die Parksituation.
Der gelbe Streifen am Straßenrand markiert ein generelles Parkverbot. Gelb umgrenzte Flächen sind besonderen Fahrzeugen vorbehalten – Rettungsfahrzeugen, Taxis usw.. Wer sich darüber hinwegsetzt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen, die seitens der Polizei (PSP) verhängt werden. Fünfzig oder gar achtzig Euro können es schon werden. Diese „Knöllchen“ bezahlt man direkt bei der nächsten Polizeistation. Nicht nur das Geld ist weg, auch viel Zeit und Geduld muss man bei dieser Aktion mitbringen, und die Belehrung seitens des Polizeibeamten gehört auch noch dazu.

Dasselbe gilt für verkehrsbehinderndes Parken an Stellen, die gar nicht markiert sind – etwa gegenüber einer Ausfahrt oder in einer engen Kurve. Aber diese Regel ist Bestandteil der Straßenverkehrsordnung, und wer diese in Deutschland beherrscht, wird auch im Urlaub einen solchen Fehler vermeiden.

Weiße Linien auf der Fahrbahn weisen kostenfreie Parkflächen aus - wenn aber der Buchstabe M eingezeichnet ist, dürfen dort nur Anwohner (Moradores) ihr Auto abstellen.

Bei blau muss man einen Parkschein lösen. Erhält man hier einen Strafzettel, hat man entweder gar nicht oder zu wenig in die Parkuhr einbezahlt oder aber den erhaltenen Bon nicht deutlich im Wagen platziert. Diese Strafzettel werden von privaten Diensten ausgestellt. Die Strafen fallen moderat aus und sind streng genommen ohne rechtliche Relevanz. Eine private Firma, auch wenn sie im Auftrag der Stadtverwaltung zu Felde zieht, kann Bußgelder zwar androhen, effektiv aber nicht eintreiben. Dazu fehlt ihr der rechtliche Status. Die meisten Urlauber zahlen trotzdem, um Scherereien mit der Mietwagenfirma zu vermeiden.. Auf dem Bußzettel stehen zwei Beträge: Der niedrigere (zum Beispiel vier Euro) gibt den aktuell verschuldeten Betrag an, und der höhere (zum Beispiel zwanzig oder gar vierzig Euro) zeigt an, welche Summe bereits aufgelaufen ist, weil die vorigen „Sünder“ nicht gezahlt haben. Wer der Mietwagenfirma Ärger ersparen will, legt am besten den Strafzettel mitsamt Bußgeld ins Auto (oder übergibt es bei der Wagenrückgabe, je nachdem, wie die Mietwagenfirma die Rückgabe handhabt). Gegenwärtig werden säumige Parksünder über die portugiesische Staatsgrenze hinaus noch nicht verfolgt. Die Angabe von Namen und Anschrift des Automieters wird jedoch bereits durchgeführt. Eine Regelung für Strafverfolgung steht in Aussicht. Sobald sie in Kraft tritt, wird die Madeira-Zeitung darüber informieren.

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