Überlebt der Euro in Portugal?

9. Dezember 2013

Gegensätzliche Tendenzen in Südwest

eins - Portugal spart sich zu Tode. So tönen Stimmen im Land, die einen Austritt aus der Euro-Zone verlangen. Immer stärker werden die Kräfte in Portugal, die die Rückkehr zum Escudo propagieren, zusammen mit der Verweigerung des Gehorsams gegenüber der Troika und ebenso der Verweigerung, dem Zinssatz von sieben Prozent bei der Schuldenbegleichung Genüge zu leisten.

Auf der anderen Seite freut sich die portugiesische Regierung, die als Musterschülerin von Merkel und Lagarde gilt, die Mär von einer der Sparpolitik erliegenden portugiesischen Wirtschaft durch Zahlen widerlegen zu können. Auf der Messe „Portugal als Exportland“ präsentierte der stellvertretende Premier des kleinen Landes im Südwesten Europas die neuesten Zahlen. Paulo Portas sprach in Lissabon vom „besten aller Jahre im Export“, das 2013 allen Unkenrufen zum Trotz zu verzeichnen sei. Wie Portugals Wirtschaft wieder wachse, könne man daran erkennen, dass die Exportindustrie vor fünf Jahren für 31 Milliarden Euro portugiesische Waren ins Ausland verkaufte, während das Exportvolumen in diesem Jahr auf 45 Milliarden Euro hochschnellte.

Die Regierungsmitglieder atmen angesichts solcher Zahlen durch. Angela Merkel vielleicht auch. Arbeiter und Arbeitslose in Portugal merken jedoch wenig vom Erfolg der Exportindustrie. Aber würde ein Austritt Portugals aus der gemeinsamen Währung ihre Lage verbessern?

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