Kieselstrand Campanario
Verwaister Strand im Herbst
Steilwand vor dem Strand
Blick zurück auf Wasserfall und Steilwand

Druckansicht

Schweißtreibender Spaziergang zum herbstlich einsamen Strand

1. Dezember 2013

Der Calhau Ribeira do Campanário lädt ein zu beschaulicher Meditation

sts - Ein idealer Spazierweg, der jedoch der Kondition einiges abverlangt. Wunderbar an grauen Südwest-Wind-Tagen, um einmal nah ans Wasser heranzukommen. Bei Regen sollte man jedoch besser auf den Weg verzichten, wegen der steilen Steinstufen – es gibt kein Geländer und „abschüssig“ ist untertrieben.

Im Sommer ist hier einiges los. Davon zeugen die verrammelte „Atlantis Pool Bar“ und zahlreiche mit Holztüren fest verschlossene Höhlen in den Felsen oberhalb der Wasserlinie. Doch jetzt ist die Badestelle am Calhau Ribeira do Campanário verwaist. Gleichmäßig rollen die Wellen auf den Kieselsteinstrand und den Anleger zu. Sauber ist es hier, kaum ein Stückchen Plastik ist zu sehen. Weit schweift der Blick über den Atlantik, links und rechts begrenzt von den hohen Felsen der Steilküste. Man sieht hinüber nach Fajã dos Padres, den halsbrecherischen Aufzug von Quinta Grande hinab in die fruchtbaren Gärten.

Wie gelangt man zu diesem idyllisch- rauen Plätzchen? Man fährt von der Via Rapida in Campanário (Ausfahrt # 2) ab und folgt dem Hinweis „acesso local“, hält sich dann rechts und fährt an der großen Schule vorbei, überquert den Bach auf einer neuen Brücke und parkt direkt dahinter auf dem Parkplatz, direkt am Hinweisschild „Calhau“. Von hier aus gibt es kein Vertun. Man folgt einfach dem zunächst betonierten, später lehmigen Weg hinab zum Strand, immer auf der östlichen Seite des Baches. Passiert die letzten Häuser. Kurz nachdem die Autobahn endlich aus dem Blickfeld rückt, führt der Weg in einer scharfen Kurve um einen Felsblock herum. Nun hat man einen prachtvollen Ausblick auf den Strand unter einem. Schwindelerregend ist der Weg über unzählige Steinstufen. Vorbei am Bach, der hier in einem imposanten Wasserfall die Felsen überwindet.

Wenn die Kniegelenke nach einer Pause verlangen, ist man schon angekommen. Auf den Stufen zum Anleger kann man ausruhen und träumen. Der Rückweg trainiert das Herz-Kreislauf-System – aber da es ohnehin keine Alternative gibt, ist man bald oben. Und gleich hinter der scharfen Kurve geht es auf dem bequemen Weg durchs grüne Tal zum Parkplatz zurück.

Leserbriefe

Keine Leserbriefe vorhanden

Leserbrief schreiben

Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Formularfelder müssen ausgefüllt werden.