CR7
Er hat gut lachen. Cristiano Ronaldo ist einer der Reichsten Portugals.

Druckansicht

Bisschen Verlust ist immer?

9. November 2013

Im Gegenteil! Es gibt Gewinner in der Krise

eins - Griechenland und Portugal stehen mit dem Rücken zur Wand. Die erzwungenen Sparmaßnahmen setzen den ärmeren Bevölkerungsschichten der beiden Länder substantiell zu. Bizarr ist, dass eben da die Zahl der Multimillionäre ansteigt.

Glaubt man dem „Bericht über Ultrareichtum in der Welt 2013“ wuchs die Gruppe der Superreichen in Portugal in den vergangenen zwölf Monaten um 10,8 Prozent. Der Krise zum Trotz verfügen nun 870 in Portugal ansässige Personen über jeweils 25 Millionen Euro oder mehr. Wie diese „Stinkreichen“ zu ihrem Reichtum gekommen sind, darüber gibt der Bericht der UBS keine Auskunft. Logo, die UBS ist eine Schweizer Bank. Was zählt, ist die Tatsache, dass der erlesene Club zusammen genommen seinen Reichtum in den vergangenen zwölf Monaten von 90 auf 100 Milliarden Euro ausweichen konnte.

Laut Bankbericht übertraf der Reichtumsschub in Portugal prozentual den Durchschnittswert in Europa. Da ist der Reichenclub immerhin um 8,7 Prozent größer geworden, während der Pool der Multimillionäre in Portugal zwei Prozent mehr an Neuzugängen verzeichnete. Je tiefer die Krise, desto mehr kann man davon profitieren, so scheint es.

Griechenland, das Kellerkind Europas, weist einen ähnlichen Trend auf. Die Schweizer Bank UBS nennt einen Prozentsatz von 11 Prozent, um den die Riege der Superreichen in den vergangenen zwölf Monaten auf 505 Personen angewachsen ist. Der Reichtum dieser erlesenen Gruppe ist um zwanzig Prozent auf insgesamt 60 Milliarden Euro angewachsen.

Portugal mit seinen Superreichen belegt nur Platz 12 in Europa. Die Reichtumselite in den übrigen europäischen Ländern dürfte erheblich wohlhabender sein und noch ergiebiger von der Finanzkrise profitieren. Wie die Ultrareichen der Welt leben, hausen und wirtschaften, erfahren wir nicht aus der Studie der UBS. Auch erfahren wir nicht, wie glücklich oder unglücklich sie sind.

Leserbriefe

Keine Leserbriefe vorhanden

Leserbrief schreiben

Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Formularfelder müssen ausgefüllt werden.