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Die Kastanien aus dem Feuer holen

27. Oktober 2013

Köstlichkeit am Straßenrand

eins - An den Bäumen in Curral das Freiras, Jardim da Serra und Serra de Água reifen die Früchte. Und am der Levada Nova im Westen der Insel gibt es so viele wie nie: „Ein gutes Kastanien-Jahr!“, sagt Wanderführer Manuel. „Brauchst Du nur noch einzusammeln.“ Die Verwaltung Madeiras rechnet mit einer Rekordernte von 87 Tonnen Esskastanien in diesem Herbst. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Produktion um 15 Prozent gesteigert werden.
Die Kastanienbauern haben sich schon vor Jahren von der Monokultur verabschiedet und kultivieren unterschiedliche Arten. Auch wurde seit 1999 die Bewirtschaftungsfläche von damals 78 Hektar auf heute 94 Hektar ausgeweitet. 17 Hektar davon dienen den 22 „biodynamischen“ Kastanienbauern.
Die frisch gerösteten Früchte schmecken besonders gut an dunklen Herbstabenden mit einer Prise Salz. Man erhält sie in Funchal am Hafen und an mehreren anderen Plätzen auf der Insel in einem Papiertütchen für wenig Geld.

Den meisten Mitteleuropäern unbekannt sind die Spezialitäten aus Kastanien, wie sie auf Madeira zubereitet werden. Die Kastaniensuppe zum Beispiel, die aber November vor allem in Curral das Freiras serviert wird. Traditionell war die Kastaniensuppe eine begehrte Mahlzeit bei der einfachen Landbevölkerung der Insel. Sie schmeckt vorzüglich, stillt den Hunger und gibt Kraft für die weitere Arbeit. Wer nicht alle Tage Fleisch essen konnte, fand in der Kastaniensuppe eine reichhaltige Mahlzeit. Auch Urlauber erfreuen sich an den gesunden, vollwertigen Kohlehydraten. Beim Kastanien-Fest in Curral das Freiras kann man dann auch gleich probieren, was man auf Madeira aus den braunen Früchten im grünen Stachelkleid noch zubereitet: Kastanien-Likör oder Kastanien-Kuchen, Kastanien-Brot oder „glasierte Kastanien“. Am 2. und 3. November 2013 wird gefeiert. Doch auch nach dem Fest kann man noch genießen....

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