Henne mit Küken

Huhn mit Warzen an Auge und Schnabel
Warzen an Auge und Schnabel
Behandlung mit dem Aloe Blatt
Behandlung mit Aloe Vera

Druckansicht

Da lachen ja die Hühner!

25. Oktober 2013

Endlich gibt es eine Therapie bei Warzenbefall von Federvieh

eins - Die Krankheit scheint in Mitteleuropa unbekannt. Bei der Hühnerhaltung auf Madeira rafft sie mitunter den gesamten Bestand der Jungtiere hinweg. Plötzlich bilden sich am Kopf eines Hühnchens eine oder gleich mehrere schwarze Warzen. Die Warzen vergrößern sich rasch und überwuchern bisweilen einen großen Teil des Schädels oder die Augen des Tieres, sodass es wie blind umhertappst. Da es sich offenbar um eine ansteckende Infektion handelt, zeigen in kürzester Zeit andere Jungtiere im Stall dieselben Symptome. Da die befallenen Hühnchen ihres Lebens nicht mehr froh werden, half bislang nur das Schlachten. Doch nun wurde eine erfolgreiche Therapie gefunden.

Aloe Vera heißt das Zaubermittel. Die Pflanze wächst wild oder gezüchtet auf Madeira. Die echte Aloe Vera muss es sein. Man erkennt sie am grüngelben Fruchtstand. Ein dickes Blatt wird von der Pflanze abgeschnitten und mit dem Messer geschält. Dann schneidet man das Fruchtfleisch in passende Happen, greift sich eines der befallenen Hühnchen und reibt den Kopf, Schnabel und Augen sorgsam mit dem grünen Fruchtsaft ein, der aus dem abgeschälten Blattsegment tropft. Nach jeder Behandlung muss man die Aloe Vera- Stücke gründlich entsorgen – nicht im Hühnerstall liegen lassen! Für jedes zu behandelnde Tier ist ein neues, präpariertes Blatt zu verwenden. Besonders junge Zwerghühner nimmt die Behandlung mit. Sie sitzen danach erschöpft in der Ecke und es dauert eine Weile, bis sie Lust haben zu fressen.

Die madeirensischen Kleinbauern sind mit der Warzeninfektion ihrer Junghühner oft ratlos umgegangen. Einige Therapievorschläge aus ihren Reihen erwiesen sich als wirkungslos: den Kopf der befallenen Tiere mit Vaseline einreiben, einige Tropfen Jod ins Trinkwasser geben, die Warzen mit „Criolina“ betupfen – das ist eine Art Holzschutzmittel, mit dem früher Bahnschwellen oder Strommasten imprägniert wurden, es ist in der EU als krebsauslösend verboten. Mit der Aloe Vera – Kur wurde endlich eine wirksame und zudem preiswerte Therapie gefunden, die Tiere und Halter vom Fluch der schwarzen Warzen befreit.

Leserbriefe

Keine Leserbriefe vorhanden

Leserbrief schreiben

Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Formularfelder müssen ausgefüllt werden.