Bananen, Erdbeeren und Pfirsiche auf dem Tisch
Frisches Obst aus Madeira

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Obst und Gemüse aus heimischem Anbau

13. Oktober 2013

Madeira reduziert die Einfuhr von Agrarprodukten um 25 Prozent

eins - Obst und Gemüse aus Spanien sehen gut aus. Aber sie stammen aus Agrarfabriken und werden tausende von Kilometern transportiert. Da freut sich doch der Kleinbauer von nebenan, wenn er dagegen halten kann. Ca. 800 madeirensische Bauern konnten in diesem Jahr 2,37 Millionen Euro Fördergelder einheimsen. Das ist nicht besonders viel, wenn man den Betrag pro Kopf ausrechnet. Aber immer mehr Madeirenser greifen nun zur Hacke.

Geschuldet ist dieser Trend der wachsenden Arbeitslosigkeit. Wer seine Arbeit verliert, geht oftmals zurück auf den heimischen Acker, den fast jede Familie (ausgenommen ist die Hauptstadt Funchal) vor dem Haus hat. Außerdem fördert die Supermarktkette Continente die heimische Produktion, in dem sie mit regionalen Bauern Exklusiv-Verträge abschließt. 70 Prozent der Agrarprodukte, die Continente anbietet, stammen aus Madeira. Die vielen kleinen Lebensmittelläden auf der Insel verkaufen ohnehin die Produkte der Nachbarn, ohne Vertrag und Rechnung.
Die Verringerung der Agrarimporte um 25 Prozente erreichte Madeira zwischen 2009 und 2012. In absoluten Zahlen: 2009 importierte die portugiesische Insel für 40 Millionen Euro landwirtschaftliche Produkte, 2012 war das Importvolumen auf 31 Millionen Euro gesunken. Das ist immer noch sehr viel für eine kleine Insel, die allerdings eine immense Zahl von hungrigen Touristen zu beköstigen hat.
Die Agrarimporte stammen nicht nur aus dem Ausland, zum Beispiel Spanien, Kuba, Italien. Auch Importe aus Festlandportugal, den Azoren und den ehemaligen Kolonien. Madeira setzt alles daran, den Eigenanteil auszubauen. Heimisches Obst und Gemüse erfreut sich naturgemäß großer Beliebtheit bei den Konsumenten, aber auch bei Hotelgästen, wenn sie in den Restaurants darauf aufmerksam gemacht werden.

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