Algenzucht  zur Stromgewinnung auf Porto Santo

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Streit um Bio-Sprit auf Porto Santo

21. Juli 2013

Bahnbrechendes Projekt mit zerstrittenen Partnern

eins - Wer das Fährschiff im Hafen von Porto Santo verlässt, kommt notgedrungen an vielen länglichen, durchsichtigen Säulen vorbei, die am anderen Ende des Hafenbeckens aufgestellt sind. „Was mag das sein?“ fragt man sich. Die Antwort ist einfach: eine Algenzucht zur Stromgewinnung.

Da der Diesel-Treibstoff immer teurer wird, suchte das Elektritzitätswerk auf Porto Santo nach Ersatztreibstoff für seine Strom-Generatoren. Mit dem spanischen Partner Bio Fuel Systems (BFS) wurde ein Großprojekt initiiert, Startkapital 41,7 Millionen Euro. Wir bei Pionierunternehmen meistens der Fall, reicht das Geld nicht. Derzeit beschuldigen sich die beiden Partner, E-Werk und BFS, nicht zahlungswillig zu sein und führen gleich drei verschiedenen Prozesse gegeneinander.

In Porto Santo werden Algen in gläsernen Säulen in Massen gezüchtet. Aus dem Verwertungsvorgang dieser Zuchtbestände soll Treibstoff für die neuen Biogeneratoren der Insel entstehen, die damit ihren Strom „sauberer“ und kostenstabil gewinnen will. Ein vielversprechender Plan, der nun durch die Finanzquerelen der Partner ins Wanken gerät.

Leserbriefe

Peter Hackl 29.05.2017 19:52

Ich war gestern auf Porto Santo und habe diese tolle Anlage gesehen. Sie scheint ja voll in Betrieb zu sein und diese anfänglichen finanziellen Probleme dürften gelöst worden sein. Diese Art der Energieerzeugung ist doch sicherlich ein Vorreiter in diesem Thema und ein weiterer Artikel über die jetzige Situation ist sicher für viele interessant und würde Porto Santo noch bekannter machen.
Liebe Grüße
Peter Hackl

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