Immobilien auf Madeira
Hinweistafeln zum Verkauf sieht man an jeder Ecke

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Und er bewegt sich doch!

2. Januar 2013

Madeiras Immobilienpreis war die längste Zeit stabil

eins - Um 223 Euro pro Quadratmeter sank der Durchschnittswert der Häuser Madeiras. Die Zahl veröffentlichte das Portugiesische Statistikamt für den Vergleichszeitraum Oktober 2011 bis Oktober 2012. Der Durchschnittswert von Wohnungen ist unverändert.

Lange Zeit rieben sich die Kaufwilligen verdutzt die Augen. Obwohl unzählige Objekte auf Madeira zum Kauf angeboten wurden, lagen die Preisvorstellungen der Verkäufer stabil auf höchstem Niveau. Mit Realität hatte das wenig zu tun, die Eigentümer gaben sich der Illusion hin. Kaum ein Objekt wechselte den Besitzer. So mancher Urlauber, der mit der Idee liebäugelte, ein Haus auf Madeira zu erwerben, wandte sich unwillig ab mit den Worten „Die brauchen das Geld wohl nicht wirklich.“
Mit den kürzlich veröffentlichten Zahlen gibt das Nationale Amt für Statistik einen Absturz um 14,7 Prozent bekannt. In absoluten Zahlen: Im Oktober 2011 bezahlte man für einen Quadratmeter eines Hauses auf Madeira im Durchschnitt EUR 1514 Euro. Ein Jahr später beläuft sich der Preis nur noch auf 1291 Euro.

Die Zahlen übernimmt das Nationale Amt für Statistik aus den Bankbewegungen für Immobilienhandel. Natürlich divergiert die absolute Zahl nach Alter und Lage einer Immobilie.

Wer eine Wohnung auf Madeira kaufen will, kann noch nicht auf niedrigere Preise hoffen: Der aktuelle Durchschnitts-Preis für Wohnungen liegt quasi unverändert bei 1432 Euro pro Quadratmeter.

Der Immobilienmarkt Madeiras liegt seit langem in Agonie. Auch mit dem tendenziellen Preisverfall der Häuser kommt kein rechter Schwung in den Markt. Das liegt an der hohen Zinsrate, die portugiesische Banken für Kredite veranschlagen – die BCP Millennium etwa liegt bei 17 Prozent. Banken in Mitteleuropa vergeben keine Kredite für den Hauskauf in Südeuropa, wenn das zu kaufende Objekte als Sicherheit gelten soll. Portugiesen selbst kaufen im Moment keine Häuser, da sie die unsichere Wirtschaftslage fürchten. Viele bangen um ihren Arbeitsplatz, gar mancher plant die Auswanderung aus Madeira. Marktwirtschaftlich ist unter solchen Bedingungen in naher Zukunft ein Immobilienpreissturz zu erwarten, bei dem sich dann die Verkaufswilligen verdutzt die Augen reiben werden...

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