Öl vor der Küste?

21. September 2012

Madeira träumt vom schwarzen Schatz unterm Meeresgrund

eins - Fuerteventura und Lanzarote sind Vorreiter. 60 km von den Sandstränden der beiden kanarischen Inseln entfernt werden ab 2014 Ungeheuer aus dem Meer ragen: Türme zum Probebohren. Gleiche Kolosse wünscht sich die Bewegung Madeira Autonomia und schrieb Einladungen an etliche Öl- und in einem Aufwasch auch gleich an Gas-Firmen, wie die Tageszeitung Diário de Notícias berichtete.

Die Antworten von zwei der Angeschriebenen sind unlängst eingetroffen, Erst gucken wir mal woanders, heißt es zurückhaltend. Madeira Autonomia interpretiert das positiv, die kommen früher oder später! Mit solchen Worten macht man sich Mut.

Auf den Kanaren laufen Tourismusvertreter und Umweltschützer Sturm gegen die von der spanischen Zentralregierung genehmigten Probebohrungen. Auf Madeira nimmt man wohl den Vorstoß von Madeira Autonomia nicht recht ernst. Er zeugt eigentlich von einer neuen Illusion des Regierungschefs, seinen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Auf mindestens sechs Milliarden belaufen sich die Schulden Madeiras. Ein plötzlicher Öl- oder Gasfund vor der Küste könnte Madeira aus der Misere führen. Der madeirensische Regierungschef, der in Portugal völlig isoliert dasteht, spielt immer wieder auf das Thema Unabhängigkeit an. Schottland macht auf der Basis seines reichen Erdgasvorkommens demnächst Ernst mit dem Thema. Madeira würde das auch gern tun. Es fehlt nur noch der Schatz im Silbersee.

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