Heller Sandstrand vor türkisblauem Meer auf Porto Santo
Der Sand auf Porto Santo verspricht mehr als Urlaub und Sport

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Frag den Sandmann...

15. April 2012

Eine Prise Schlaf für die Kleinen,
ein Schüppchen Wohlbehagen für die Großen

sts - Welchen Sand trägt der Sandmann in seinem Sack umher? Er ist weiß-golden und pulvrig weich. Warm ist er auch. Wenige Körnchen davon genügen, um die Kleinen in den Schlaf zu geleiten. Für Erwachsene mit Schmerzen oder Verspannungen braucht der Sand besondere Essenzen. Und diese findet der Sandmann auf der portugiesischen Insel Porto Santo.

Bis ins kleinste Atom wurde der Sand auf Porto Santo erforscht. Nicht vom Sandmann, sondern von einem Geo-Wissenschaftler namens João Baptista Pereira Silva. Dieser Portugiese mit einem Faible für die heilende Kraft der Natur und mit einer großen Liebe zur „goldenen Insel“, zur „Ilha Dourada“ nahe bei Madeira, hat nämlich seine Doktorarbeit über den Sand von Porto Santo verfasst. Und dabei buchstäblich das Unterste zuoberst gekehrt. An verschiedenen Stellen der Insel ließ er mit den entsprechenden Baumaschinen enorme Löcher ausheben und holte von dort den Sand herauf. Damit nicht irgendwelche mit dem Wind oder dem Meerwasser angetriebene Substanzen das Ergebnis verfälschten. João Baptista fand heraus: der Sand von Porto Santo ist etwas ganz Besonderes. In dieser Form gibt es nichts Vergleichbares in Europa, auch nicht auf den erdgeschichtlich durchaus verwandten Inseln des „makaronesischen Archipels“, also etwa auf den Kanarischen Inseln oder auf Madeira. Sand besteht in der Regel aus Quarz – also aus Gestein. Anders auf Porto Santo: Hier stammt der Sand von einem Korallenriff, das in der letzten großen Eiszeit zerbrochen ist. Es handelt sich sozusagen um Skelette von kleinsten Meerestieren (Strahlentierchen, Schwämme, Moostierchen) – über Jahrtausende zu feinstem Sand zerrieben. Folgerichtig finden sich darin ungewöhnlich viele Kohlenstoffe. Auch Strontium, das heute in der Behandlung von Osteoporose seinen Platz hat, ist besonders reichhaltig im Sand von Porto Santo zu finden und möglicherweise einer der Gründe für die Heil-Wirkung.

Seinen Doktortitel erwarb Senhor João Baptista im Jahre 2002. Die wohltätigen Wirkungen des Sandes von Porto Santo kannten die Einheimischen schon viel länger. Unzählige madeirensische Großväter und – -mütter, die mit ihrer Familie die Sommerfrische auf Porto Santo verbrachten, „buddelten“ im sommerlich warmen Sand die schmerzenden Gelenke ein - und hatten in den folgenden Herbstmonaten weniger Schmerzen. Wissenschaftlich begleitet wird diese „Erfahrungsmedizin“ auf Porto Santo noch nicht so lange. Zu Beginn des neuen Jahrtausends begannen Ärzte und Patienten aus Norwegen, systematisch die Wirkung der Sand-Therapie zu studieren. Das Hotel Porto Santo bot damals noch eine schlichte Therapie-Einrichtung unter Zelten an, die einfach am Strand aufgebaut wurde. Darin wurde es im Sommer durchaus warm, wie der portugiesische Begriff „estufas“ - das heißt „Treibhäuser“ vermuten lässt. Die Wärme und das Schwitzen verstärken die Heil-Wirkung des Sandes, und dabei ist der Hautkontakt besonders wichtig. Auch Damen, die sich am Strand lieber im Badeanzug zeigen, sollen zur Sandtherapie im Bikini erscheinen, erklärt die Therapeutin bei den modernen Sandbadewannen von heute im Spa des Hotels Porto Santo. Denn durch die Haut werden die wertvollen Inhaltsstoffe des Sandes aufgenommen.

Übrigens: auch seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich den Schlaf zu bringen, kommt der Sandmann auf Porto Santo durchaus nach. Dr. Roberto Monteiro aus Funchal kennt die entspannende Wirkung der Sand-Therapie aus eigener Erfahrung: „Die Entspannung ist brutal,“ meint der Arzt, und lächelt – zwei Anwendungen am Tag sorgen bei vielen Gesund-Urlaubern in den ersten Tagen vor allem für lange und erholsame Nachtruhe.

Mehr über die Sand-Therapie auf Porto Santo lesen Sie im Artikel „Warmer Sand gegen den ewigen Schmerz“

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