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Touristenattraktion Markthalle in Funchal

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Madeira zieht an

28. September 2011

Die Urlauber kehren massenhaft zurück

fred - Trotz oder wegen der Krise? Madeira-Ferien scheinen wieder im Trend zu liegen. Die gerade veröffentlichten Zahlen des Statistikamtes knüpfen an das Erfolgsjahr 2008 an.

Die politischen Krisen in den arabischen Ländern haben viele Urlauber umbuchen lassen. Besonders Franzosen wechselten von Tunesien, Marokko und Ägypten nach Madeira und Porto Santo über. Madeiras kleine Nachbarinsel Porto Santo mit ihrem neun Kilometer langen Sandstrand wurde in diesem Sommer von umgebuchten All-Inclusive-Urlaubern geradezu überspült. Das verursachte Freude bei den Hoteliers, allerdings auch Naserümpfen bei den Restaurantbesitzern.

Die aktuelle Schuldenkrise Madeiras hat offenbar keine Auswirkungen auf die Wahl der Insel als Urlaubsziel. Gravierend sorgte die „Sintflut“, die im Februar 2010 über Madeira hereinbrach, für eine Baisse in der Touristik-Branche. Die Unwetterkatastrophe hatte einen Rückgang der Übernachtungszahlen auf 2,3 Millionen in 2010 bewirkt. Inzwischen ist sie Geschichte geworden, weil die Inselbewohner die Ärmel aufgekrempelt und zügig aufgeräumt hatten. Für 2011 werden Zahlen zwischen drei und vier Millionen Übernachtungen erwartet. Genaues weiß man natürlich erst am Ende des Jahres, aber Madeira hat Grund, sich über die Prognose zu freuen.
Mit einem Wachstum von 20,2 Prozent auf dem britischen Markt und 13,5 Prozent auf dem deutschen Markt zeigt Madeira im Jahre 2011, dass es als Urlaubsregion wieder hoch im Kurs steht.. Die durchschnittliche Übernachtungszahl pro Ferienaufenthalt liegt bei 6,5 Nächten. Das verwundert zunächst, weil kaum jemand aus Mitteleuropa den vierstündigen Flug antritt, um weniger als eine Woche zu bleiben. Vom Festland Portugal und auch von den Kanarischen Inseln kommen jedoch häufig auch Urlauber für nur fünf Nächte. Die Kreuzfahrer werden in dieser Statistik nicht als „Aufenthalt“ gezählt. Diese Reisenden der Weltmeere schwärmen tagsüber auf der Insel aus, nachts liegen sie aber schon wieder in ihrer Koje, ohne auch nur ein Auge auf Madeira zugedrückt zu haben.

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