Zugewachsenes Tal an einer alten Brücke an der Ribeira do Natal
Viele Grüntöne bestimmen die Landschaft

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Madeira ist grün

6. März 2011

43 Prozent Wald, Wiese und Acker; nur 6 Prozent der Inseloberfläche sind bebaut

um - Lorbeer, Eukalyptus und eine heimische Kiefernart prägen die Wälder; die Flächen werden von Landwirtschaft dominiert.

Der Naturpark von Madeira beginnt bei 600 Höhenmetern und streckt sich bis zum höchsten Berggipfel hinauf. Das Naturschutzgebiet umfasst 67 Prozent des Inselterritoriums. Es besteht aus grünen Hängen, Waldgebieten, und im Hochgebirge größtenteils Steinlandschaften. Natur pur, wenn man von den großen Windkrafträdern und dem eine Million Kubikmeter fassenden Staubecken absieht, das auf der Hochebene zum Zweck der Energie-Gewinnung entstehen soll. Über die Einfälle von Madeiras Regierung, einen voluminösen Steinbruch zu dulden oder aber jährlich im August die Madeirawein-Rallye durchs Naturschutzgebiet zu leiten, schütteln Besucher verdutzt die Köpfe. Insgesamt aber ist der Naturpark ein faszinierendes Terrain mit einem vielfältigen Spektrum grüner Töne.

Weiter unten sieht es anders aus. Madeira ist in der Küstenzone dicht besiedelt. Viele alte Häuser stehen allerdings leer. Das Verhältnis der Natur- zur Bebauungsfläche zeigt aber auch in den besiedelten Zonen eine klare Priorität für Grün. Calheta im Westen weist zusammen mit Ribeira Brava und Ponta do Sol (Südwest) 23 Prozent „grün“ gegenüber sechs Prozent „Stadt“ aus.
Im Norden fällt die Relation noch klarer aus. São Vicente, Santana und Porto Moniz zeigen zu 27 Prozent „grün“ während die Dorfschaften nur 5 Prozent des Gemeindeareals belegen. Die Zahlen stammen aus dem offiziellen Forstverzeichnis der Autonomen Region Madeira.

Die Insel hat ca. 80.000 Hektar Gesamtfläche. Davon sind etwas mehr als 34.000 Hektar als forst- bzw. landwirtschaftlich genutzte Fläche oder auch als grüner Wildwuchs ausgewiesen. Den Löwenanteil dieser 34.000 Hektar belegt der Lorbeerwald, auf einem Drittel des grünen Areals wachsen wild Sträucher und Gräser. 15 Prozent sind landwirtschaftliche Anbaufläche. Dazu zählen auch die Bananenplantagen, auf der die Stauden – anders als auf La Palma – unter freiem Himmel wachsen.

Durch all die grünen Zonen Madeiras führen entlang der Bewässerungskanäle Wanderwege mit Ausblicken auf Berge, Täler und den Atlantik, allerdings gelegentlich auch mit schroffen Abgründen.

Leserbriefe

Dieter Clarius 05.04.2011 10:54

Der Artikel ist sehr informativ. Ich habe nur Hinweise vermisst, wie es mit der Vegetation nach den verheerenden Waldbränden des letzten Jahres heute aussieht.
Viele Grüße
Dieter Clarius

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