Alte Fischerhäuser in der Altstadt Funchals
Pittoresk die Gassen in der Altstadt

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Madeira, schön wie eh und je

30. Mai 2010

Kampagne will Unwetter vergessen machen

Eine Reihe mit Fotos von glücklichen jungen Leuten, dazu die Zeile Madeira, bela como sempre“ - „Madeira schön wie eh und je“ - das ist die jüngste Werbe-Kampagne des Tourismus-Büros von Madeira. Angesprochen werden die Portugiesen auf dem Festland. Die Kampagne, so die Information des Tourismus-Büros, „soll zeigen, dass die natürliche Schönheit und die Seele des Archipels unverändert ist.“

Die Straßen waren schon Anfang März wieder in Stand gesetzt, im April waren fast alle Levadas wieder begehbar. Wer auf Madeira unterwegs ist, sieht kaum noch etwas von den Folgen des Unwetters im Februar. Fährt man die schmale Straße vom Atlantik nach Tabua hinauf, unterquert man allerdings nach wenigen Kilometern die noch immer völlig zerstörte Brücke. Weiter im Tal ist die Straße noch nicht wieder komplett asphaltiert, ein hart gefahrener Erd- und Schotterweg bringt einen jedoch sicher zur Levada Nova, die den Bach von Tabua beim „oberen Dorf“ quert.

Hier zu wandern bedeutet Eintauchen in den Frühsommer. Üppig blühende Wiesen leuchten gelb, violett und rot, blauer Agapanthus und erste dunkelblaue Blüten vom „Stolz Madeiras“ leuchten am Levada-Rand, die Hühner gackern im Stall, und am Sonntag Nachmittag sitzt ein Bauer mit dem Akkordeon vor dem Haus und beschallt das ganze Tal. Weit oben locken die grünen Hügel des Paul da Serra unter strahlend blauem Himmel, ein Blick zurück zeigt einzelne kleine Boote auf sommerlich ruhigem Atlantik. Bilderbuchidylle, fast zu schön, um wahr zu sein.

Einheimische erzählen, dass der Wiederaufbau für die direkt betroffenen Familien nicht annähernd so schnell voran geht wie die Reparaturen in der Altstadt von Funchal. Und Berge von Felsbrocken am Ufer des Baches zeugen nach wie vor von den erschreckenden Naturgewalten, die das Tal von Tabua in diesem Winter heimgesucht haben. Aber tatsächlich: Madeira ist schön wie eh und je. Bela como sempre. Die Natur beschenkt Urlauber und Einheimische wie aus dem Füllhorn. Wer es nicht selbst spürt, hört es aus der fröhlichen Akkordeon-Musik heraus.

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