Felswand mit vulkanischem Gestein
Brodelt es da drinnen noch?

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Zukunftsmusik bei der Energieschöpfung

28. Juni 2010

Geothermie heißt das Zauberwort

Die Preise steigen. Das bedeutet: Bloß weg vom Erdöl. Mit Wasser, Wind und Sonne ist Madeira gesegnet. Daraus lässt sich gut Strom gewinnen. Derzeit bietet die Insel einer Firma extrem günstige Konditionen für die Installation von 28Tausend Photovoltaik-Paneelen. Gleichzeitig wird die nächste Runde eingeläutet: Geothermie ist die Basis für die Gewinnung von Strom aus der Hitze im Inneren der Erde.

Als sich nach der unvorstellbaren Explosion, die wir Big Bang nennen, vor ca. viereinhalb Milliarden Jahren freischwebende Materie zur Erde zusammenballte, wurde die Energie der Explosion mit eingebunden. Diese Energie ist bis heute größtenteils erhalten geblieben. Und so kommt es, dass neunundneunzig Prozent der Planetenmasse Temperaturen zwischen eintausend und dreitausend Grad Celsius aufweisen. Das gilt überall. Im Falle von Madeira tritt ein weiterer Aspekt auf den Plan. Die Vulkanausbrüche, denen sich das Archipel in seiner Existenz verdankt, haben zusätzliche Hitzequellen hinterlassen. Die Erdwärme der Insel anzuzapfen, dürfte folglich ertragreich sein. Das Elektrizitätswerk von Madeira steht in den Startlöchern.
Dies ist nicht ganz richtig ausgedrückt, denn Löcher müssen in der ersten Arbeitsphase erst gebohrt werden. Und zwar in allen Regionen der Insel, um zu erforschen, wo die geothermischen Potentiale liegen, die es auszubeuten gilt.
In der zweiten Phase entscheidet das E-Werk in welcher Weise es die idealen Erdwärme-Potentiale nutzen will. Es gibt unterschiedliche Förder- und Verarbeitungsmethoden. Inder dritten Phase wird ein Geothermie-Kraftwerk auf ein Wäremereservoir gesetzt, aus dem dann absolut umweltferundlich Strom ins Inselnetz eingespeist werden soll. Bis dahin ist es sicher ein langer Weg. Die EU steht mit großzügigen Fördermitteln am Wegesrand

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