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Das Land, wo Milch und Honig fließen?

26. September 2010

Der Milchmarkt auf Madeira ist heiß umkämpft

Früher hatte ILMA quasi eine Monopol-Stellung. Der heimische Anbieter von Milch und Milchprodukten musste 2009 enorm Federn lassen.

ILMA oder PICO RUIVO steht auf den Milchkartons. Das ist H-Milch made in Madeira. Doch fast nur das darin enthaltene Wasser stammt von der Insel. Das Milchpulver, das mit heimischen Wasser angerührt wird, kommt aus Importgut vornehmlich aus Irland. Der Anteil madeirensischer Milchkühe fällt bei der regionalen Milch-Produktion kaum ins Gewicht. ILMA verzeichnet für 2009 einen Einbruch von sechzehn Prozent auf dem Milchmarkt.
Die Supermärkte bieten inzwischen zahlreiche Konkurrenz-Marken aus Festlandportugal oder von den Azoren an. Die Konsumenten entscheiden beim Kauf sicher nach preislichen Gesichtspunkten. Im Preiswettbewerb steht mal die, mal jene Marke am günstigsten da. Was den wenigsten Konsumenten bewusst sein dürfte, ist die Tatsache, dass H-Milch von den Azoren oder von Festlandportugal nicht mit importiertem Milchpulver angerührt wurde.

Wer Frischmilch auf Madeira erstehen will, findet in den Auslagen der Supermärkte Pingo Doce und Sá ein begrenztes Angebot. Der Luxus der Frischmilch verlangt ein preisliches Opfer. Während ein Liter H-Milch auf Madeira um die 45 Cent kostet, muss der Käufer für die gleiche Menge Frischmilch etwa das Doppelte an der Kasse berappen.

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