Stromstöße

21. Oktober 2010

Für Urlauber kein Problem, Residenten sollten Vorsorge treffen

Madeira ist voller Überraschungen. Manchmal kommen sie aus der Steckdose. Unsichtbar, geschmack- und geräuschlos, aber mit Wirkung.

Der Strom strömt nicht gleichmäßig auf der Insel. Vor fünfzig Jahren war das in Deutschland, der Schweiz oder Österreich auch noch so. Da gab es ein Auf und Ab, das in Madeira bis heute erhalten geblieben ist. Den Rasierapparat oder die Aufladestation für das Handy wird eine plötzliche Stromspitze nicht killen. Beim Laptop am Netz kann auch nichts passieren, da der zwischen Steckdose und Computer installierte Transformator die Stromimpulse auf ein Gleichmaß bringt. Heikel wird es, wenn Residenten in ihrer Küche eine hochwertige Keramik- oder gar Induktionskochplatte einbauen. Die neuen Herde sind de facto kochende Computer, die allerdings ohne schützenden Transformator funktionieren. Plötzlich einfallende Stromspitzen verwirren die elektronische Kommandozentrale des Herds oder überrumpeln sie gar. Im Extremfall sagt der Herd dann nicht einmal mehr „Piep“. Die Lösung ist ein Überspannungsschutz. Solch ein Stecker kostet auf Madeira knapp zwölf Euro und heißt auf Portugiesisch „Ficha com protecção de tensão“. Er wird einfach zwischen Gerät und Steckdose geschaltet. Das lohnt sich auch – je nach System – für Computer oder Musikanlage. Beim Herd kann die Montage dann schwierig werden, wenn aus dem Herd nur drei Kabel heraushängen. Jeder gute Elektriker auf Madeira wird dann für wenig Geld den Überspannungsschutz einbauen. Die Investition bewahrt vor bösen Überraschungen.

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