Windräder
Windräder auf dem Paul da Serra

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Sauber!

19. April 2010

Schon jetzt werden 81 Prozent der Haushalte Madeiras mit „grünem“ Strom versorgt

Zukunftsmusik ist eine zusätzliche Stromgewinnung aus der Wellenbewegung des Meeres und der Erdwärme. Schon jetzt nutzt Madeira Sonne, Wind und Regen zur Energieproduktion. Die Insel verringert bis zum Ende des Jahrzehnts ihren CO2 – Ausstoß um mehr als zwei Millionen Tonnen und spart 225 Millionen Euro ein.

Der Import von Diesel für Stromgeneratoren ist kostspielig geworden. Außerdem müssen teurere Lizenzen für CO2-Emissionen erworben werden. Von daher setzt Madeira auf die erneuerbare Energie. Im Herbst und Winter geben Wind und Regen den Turbinen Schwung. Die Wasserkraftwerke in Ribeira da Janela, Calheta, Serra d'Água, Faja de Nogueira und im Tal von Socorridos westlich von Funchal sind auch vielen Touristen von ihren Ausflügen bekannt. Fotovoltaik kommt groß zum Zuge, wenn die Sonne scheint. Und in den Windparks in Paul da Serra und bei Caniçal sorgen die unermüdlich rotierenden riesigen Propellerflügel für Nachschub. Im Jahr 2013, so prognostiziert der Chef des madeirensischen E-Werks, wird den privaten Haushalten der Insel ausnahmslos „grüner“ Strom eingespeist. Für die Großverbraucher reicht der umweltfreundlich gewonnene Strom allerdings noch längst nicht aus, sodass sich derzeit der Anteil erneuerbarer Quellen an der Gesamtstromproduktion der Insel auf 23 Prozent beläuft. Für den Jahreswechsel 2016/17 visiert Rui Rebelo, Präsident der Empresa de Electricidade da Madeira, die 30-Prozent-Marke an. Bis die beiden Elektrizitätswerke bei Funchal und Caniçal, in denen der Strom durch Kraftstoffverbrennung gewonnen wird, geschlossen werden können, wird es also noch eine Weile dauern.

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