Fanal
Wunderschön, aber wohnen mag man hier nicht: zu hoch, zu nass

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Madeirenser leben fast alle auf einem Haufen

15. März 2010

Drei Viertel der Bevölkerung bewohnen ein Drittel des Territoriums

Madeiras Südküste ist dicht besiedelt, während im Norden weniger als zehn Prozent der Inselbewohner leben. Die Stärke der Nordküste ist ihre natürliche Belassenheit, ihre Schwäche der viele Regen, vor dem die Menschen im sonnigen Teil Madeiras, jenseits der Berge, Zuflucht suchen. Ab 600 Meter Höhe steht die Bergwelt Madeiras unter Naturschutz. Da gibt es kaum noch Behausungen. So konzentriert sich alles auf die Südküste, an der sich auch die Hauptstadt der Insel befindet.

 

In Funchal leben mit 130tausend Einwohnern 45 Prozent der Inselbevölkerung. Zwischen 1991 und 2001 hat die Hauptstadt etwa 12tausend Einwohner an die Städte Câmara de Lobos und Santa Cruz verloren, in denen zehn Prozent (Câmara de Lobos) bzw. 27 Prozent (Santa Cruz) der Madeirenser leben. Die beiden Städte verdanken ihrem Wachstum einer höheren Geburtenrate, aber auch dem Ausbau der Autobahn entlang der Südküste. Pendler, die in Funchal arbeiten, aber in Câmara de Lobos oder Santa Cruz leben, zahlen deutlich weniger für Grundstücke, Eigentumswohnungen oder Wohnungsmieten.

Die Zahlen legte der Madeirensische Verein für Geographie vor. Sie wurden für den Zeitraum 1991 bis 2001 erhoben.

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