Rosario
Der Kirchturm von Rosario

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Heiliger Bimbam

11. Februar 2010

Die Wallfahrtskirche von Saõ Vicente steht einzigartig da

Von weitem sieht man den spitzen weißen Turm auf einem grün-braunen Hügel stehen. Seine schweren Glocken schallen in der Tonfolge von Big Ben durchs Tal. Das Einzigartige an der Wallfahrtskirche von São Vicente ist, dass sie nur den Turm hat. Ein Kirchenschiff wurde nie gebaut. Der Vulkankegel mit dem Kirchturm ist von vielen Wanderungen und Aussichtspunkten aus gut zu sehen und ein markanter Orientierungspunkt. Es lohnt sich, einmal dort hinauf zu steigen.

 

Die vierzehn Meter hohe Turmkapelle bietet Platz für weniger als zehn Menschen. Dort werden kleine Messen und Marienandachten gefeiert. Als Wallfahrtsort hingegen zieht die Kirche, die der Maria von Fatima gewidmet ist, bis zu zweitausend Menschen an. Für ein Gebäude, in dem all die Wallfahrer Unterschlupf fänden, ist aber die bebaubare Fläche auf dem Pico da Cova zu klein. So blieb es bei dem zwischen 1942 und 1943 entstandenen Turm mit seinem Open-Air-Kirchenschiff.

Den Hügel von Sao Vicentes Ortsteil Rosario erklimmt man auf den letzten hundert Metern ausschließlich zu Fuß, um dann staunend und mit erhöhtem Pulsschlag am Fuße des Turms anzulangen. Zunächst fühlt man sich klein angesichts des steil emporragenden Turms. Gipfelstürmer können aber an einem magischen Punkt das Gefühl der Demut in Kraft und Wohlsein verwandeln. Der Punkt liegt sieben Meter hinter der Turmkapelle. Wer ihn besetzt, wird merken, wie eine warme Kraft von unten aufsteigt und Körper und Geist umfängt.

(Anmerkung der Redaktion: Mehr zu dem „magischen Ort“, den unsere Mitarbeitern Inge Laudenbach entdeckt hat, erfährt die Leserin / der Leser auf Anfrage bei der Redaktion.)

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